Ente auf Autogas

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Sigmar
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von Sigmar » Sonntag 29. April 2018, 17:48

Ja genau den Tankeinfüllstutzen hatte ich auch in der hinteren Stoßstange montiert, ne bessere Lösung gibt es auch nicht. Bis jetzt sieht es ganz gut aus. :Dhoch:
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rubber duck
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Ente auf Autogas - die Venturidüse

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Sonntag 29. April 2018, 20:45

Für die Gaseinleitung in den Ansaugtrakt gäbe es auch eine ganz primitive Lösung - einfach den Gasschlauch in den Ansaugschlauch münden lassen. Aber mir gefällt das nicht, für mich muss es eine ordentliche Venturidüse sein.
Da habe ich auch eine passende gefunden, mit dem gleichen Außendurchmesser wie der Stutzen am Luftfiltergehäuse, und einer nicht zu starken Einschnürung. Dazu muss der Gummistutzen zwischen Luftfilter und Vergaser um 20mm verlängert und der Luftfilter um dieses Maß nach hinten versetzt werden.

Beim Gummistutzen ging es nach dem Prinzip "aus 2 mach 1". Mit der kurzen Venturidüse konnte ich nicht zwei breite Schlauchschellen verwenden, die wären abgerutscht. Also eine Schlauichschelle geschlitzt. Die Kabelbinder halten noch den auf dem Stoß der beiden Gummistutzenteile aufvulkanisierten Gummistreifen.

LPG Venturi Gummistutzen 1.jpg
LPG Venturi Gummistutzen 2.jpg
LPG Venturi Einpassversuch 1.jpg
LPG Venturi Einpassversuch 2.jpg
LPG Venturi Gasschlauchanschluss.jpg
LPG Venturi Gummistutzen fertig.jpg
LPG Venturi eingebaut.jpg


Für die Versetzung des Luftfilters habe ich die oberen Muttern der Kupplungsglocke durch Gewindehülsen ersetzt. Die hintere Strützstrebe des Luftfilters wurde gekürzt und steiler gestellt.

LPG Luftfilter.jpg
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Sigmar
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von Sigmar » Sonntag 29. April 2018, 21:35

Ja gut,ist zwar etwas aufwendiger aber geht auch. Hauptsache es tritt kein Gas aus. Meine Gasdüse ( hatte eine Form von einen langes Metallröhrchen mit ner Düse dran) war um einiges länger hatte auch keine großartige Umbauten machen müssen, einfach ein Loch in den Gummistutzen und gut wars dicht war es natürlich auch :|
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fourgonette
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Sonntag 29. April 2018, 23:30

Danke für die ausführliche Dokumentation!!
Mit der Venturidüse erscheint mir das solide, auch wenn ich die Alternativen nicht kenne und sie hier nur am Rande erwähnt wurden.
Zum Umbau des Stutzen: Hast du den Stoß auch geklebt und dich nicht allein auf Schellenband und zweite Gummilage verlassen?
Eine Schelle soweit am Rand dürfte eher dazu führen, dass die Gummischläuche dem Druck ausweichen. Schellen brauchen ein bißchen überstehenden Gummirand.
Sekundenkleber im Stoß plus 2te Lage Gummi sollte reichen.
Sonst schmales Endlosschellenband, 5mm, gibts im Netz.

Was für eine Zündung hast du, kannst du auf Frühzündung gehen?

Wie lange dauert das Betanken mit dem klein anmutenden Stutzen, bzw. der dünnen Leitung?

Frank

PS: Der Gasschlauch auf dem Venturistutzen sieht ein bißchen weit aus, als ob die Schelle ihn hält.
Ggf. den schweren Schlauch nochmal im Bereich des Luftfilters fangen, könnte sonst den Stutzen unnötig stark belasten.
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Montag 30. April 2018, 07:15

Ich habe Vulkanisierflüssigkeit vom Fahrrad-Flickzeug verwendet. Beide Gummistutzen aufs aufgerauhte Aluminium der Venturidüse geklebt, die Stirnseiten der Gummistutzen aneinander und außen den Gummistreifen drüber.

Mit der 8mm Füllleitung geht das Tanken recht schnell. Kaum langsamer wie an der Benzinsäule.

Als Zündung habe ich die 123-Ignition drin.
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von zudroehn » Montag 30. April 2018, 12:36

Bild
Quelle: Jean Pain - Ein andere Garten - Biomeilerbuch

;)
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Montag 30. April 2018, 13:04

rubber duck hat geschrieben:
Montag 30. April 2018, 07:15
Ich habe Vulkanisierflüssigkeit vom Fahrrad-Flickzeug verwendet. Beide Gummistutzen aufs aufgerauhte Aluminium der Venturidüse geklebt, die Stirnseiten der Gummistutzen aneinander und außen den Gummistreifen drüber.

Mit der 8mm Füllleitung geht das Tanken recht schnell. Kaum langsamer wie an der Benzinsäule.

Als Zündung habe ich die 123-Ignition drin.
Super verklebt. Bei Gummi habe ich sehr gute Erafhrungen mit Sekundenkleber gemacht, der Stoß der Scheibendichtung hält seit 1992.

Dachte Frühzündung könne Kraftstoff sparen und dachte da an die Bluetooth- Variante. Keine Ahnung, ob es was ohne hohe Verdichtung des Motor bringt.
Ist ja sehr klopffest.

Frank
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Ente auf Autogas - Gasleitungen und Verdampfer

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Montag 30. April 2018, 21:15

Für die Gasleitung vom Tank über das Absperrventil zum Verdampfer habe ich mich für die Standardgröße 6mm entschieden. Und für Kupferleitungen - das finde ich zeitgemäßer, stilechter, und es lässt sich auch einfacher einbauen als die starren Kunststoffleitungen.

LPG Tankanschluss Befüllleitung.jpg
LPG Gasleitung unterm Tank.jpg


Bei meiner Ente ist das untere Abdeckblech am Chassis geschraubt, die Schrauben habe ich gleich verwendet um die Gasleitung zu haltern. Die max. 50 cm Halterungsabstand für Kupferleitungen unterschreite ich deutlich :-)

LPG Gasleitung am Chassis.jpg



Für Gas-Absperrventil und Verdampfer habe ich den freien Raum vor der Spritzwand verwendet, da wird später die ganze Installation vom Reserverad verdeckt.

LPG Verdampfer von vorn.jpg
LPG Verdampfer von seitlich.jpg


Vom Verdampfer dann den Gasschlauch zur Venturidüse, mit dem Drosselventil für die Feineinstellung im oberen Lastbereich. Der Leerlauf- und untere Lastbereich wird durch die Federkraft der Verdampfermembran eingestellt, und mehr als diese beiden Einstellmöglichkeiten hat die Gasanlage nicht.
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Donnerstag 3. Mai 2018, 22:14

Die Ergänzung noch zum Verdampfer - der braucht einen Anschluss zum Ansaugtrakt nach Drosselklappe. Ich habe an der Regelluftleitung vom G-Kat noch ein T-Stück angebracht, und das dann mit dem entsprechenden Stutzen am Verdampfer verbunden.
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Ente auf Autogas - elektrische Anschlüsse

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Donnerstag 3. Mai 2018, 22:31

Elektrische Anschlüsse hat so eine ungeregelte Vewnturi-Anlage wenige. Natürlich die Magnetventile fürs Gas in der Flüssigphase, eins direkt am Tank als Teil vom Multiventil, und eins mit Flüssigfilter kurz vor dem Verdampfer.

Theoretisch gäbe es auch ein Magnetventil zur Unterbrechung der Benzinversorgung. Da ich aber meine Ente auf elektrische Benzinpumpe umgerüstet habe, wird einfach die Benzinpumpe im LPG-Betrieb abgeschaltet. Das habe ich bewerkstelligt mit einem Wechselrelais (JD1914) bewerkstelligt. Wechselrelais deswegen, weil ich die Wasserpumpe nicht permanent laufen lassen wollte, sondern nur im Gasbetrieb. Mit der Wechselrelais-Schaltung läuft also immer nur eine Pumpe.

Dann noch der Bedienschalter fürs Armaturenbrett mit seinen drei Schalterstellungen. Die Neutralstellung wird für den Übergang von Benzin- auf Gasbetrieb benötigt, dass die Schwimmerkammer leer gefahren werden kann, bevor das Gas zugeschaltet wird. Zudem hat es einen Start-Taster, mit dem (wohl als Starterleichterung beim Motorstart direkt auf Gas) der Verdampfer direkt und ohne Unterdruck im Ansaugsystem Gas an den Mischer abgibt.

LPG Umschalter.jpg


Ich habe noch ein weiteres Wechselrelais verwendet, um eine Ruhestromabschaltung darzustellen. Wenn der Motor nicht läuft, sind damit alle Magnetventile geschlossen und alle Pumpen aus. Abgegriffen habe ich dafür das Signal vom Öldruckschalter, und über dieses RSA-Relais schalte ich die Massen der Magnetventile und Pumpen. Funktioniert hervorragend, und sorgt nicht für irgendwie spürbare Startverzögerungen. Aber langsam wird die Spritzwand auf der Beifahrerseite voll...

LPG Relais.jpg
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