Achsschrauben Anzugsmoment

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fourgonette
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Re: Achsschrauben Anzugsmoment

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Sonntag 16. September 2018, 17:43

dollytom hat geschrieben:
Sonntag 16. September 2018, 11:28
Schrauben fetten ändert die vorspannkraft = Belastung der Schraube !
Wer wenig Ahnung von Maschinenbau hat , sollte die Finger davon lassen . Richtig ist : mit einem geeichten Drehmomentsschlüssel die trockenen sauberen Schrauben mit dem richtigen Drehmoment anziehen . Kein Fett !
Man kann ja oben drauf auf die Achse was Wachs schmieren .


Aber bitte : Schrauben nicht fetten , außer es ist klar irgendwo vorgeschrieben.
"Schrauben fetten ändert die vorspannkraft = Belastung der Schraube !"

Was ist damit gemeint?

Und was Drehmoment angeht, frage ich mich, wann ist eine Schraube schon "trocken". Es sei denn, sie ist zusammen mit der Gewindebohrung mit z.B. Bremsenreiniger gereinigt und ausgeblasen worden.
Ich halte die 50Nm für recht wenig (siehe Tabellenwerte), so dass hiermit vielleicht schon berücksichtigt wurde, dass es selten ein richtig "trocken" gibt.

Frank

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---hannes
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Re: Achsschrauben Anzugsmoment

Ungelesener Beitrag von ---hannes » Sonntag 16. September 2018, 19:49

In der Praxis empfiehlt es sich, gerade die Achsschraube immer in Sanderfett gebadet einzusetzen. Anderenfalls kriegst du die nach Jahren nicht mehr heraus, denn sie rostet innerhalb der Röhrchen- Durchführung am Chassis und sitzt dann wie festgeschweißt. Auf dem Gewindestück der Schraube befindet sich nach Durchschieben derselben unweigerlich ebenfalls Sanderfett satt.
PS: Für die hinteren Achsschrauben werden im Handbuch 40 - 50 Nm Anzugsmoment angegeben, für die vorderen 50 Nm.
Unter Berücksichtigung Dollytoms Einwand mit der anderenfalls erhöhten Vorspannkraft lässt sich sicher ein Kompromiss zwischen 40 und d 50 Nm finden, zumal der Schraubenkopf ja gegen Lockerung gesichert wird. Wenn es sich als nötig erweisen sollte, kann man ja später immer noch nachziehen.
lg

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dollytom
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Re: Achsschrauben Anzugsmoment

Ungelesener Beitrag von dollytom » Montag 17. September 2018, 21:15

Vorspann Kraft : eine Schraube wird mit einer Mutter geschraubt . Es gibt dann eine Kraftwirkung auf das Gewinde und die Schraube steht unter Zug . / Spannung .

Diese Kraft wird vorher berechnet von Maschinenbauern ...
Genauso wie eine radmutter gespannt wird , wenn sie angezogen. Wird .

Daher sollte man da kein Fett auf das Gewinde tun , weil es locker etliche nm mehr werden . Die Schraube in fett durch die Hülse im chassis stecken und dann penibel zu reinigen ginge auch .
Ich hab allerdings die Schrauben erstens immer rausbekommen und zweitens würde ich nach 10 Jahren im chassis dann beim Wechsel neue Schrauben nehmen ....
nur echt mit dem grünen draht und dem roten KolbenbolzenZiegelstein. Nehmt mich bloss nicht Ernst. Mein Vorname ist nämlich anders.

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Re: Achsschrauben Anzugsmoment

Ungelesener Beitrag von dollytom » Montag 17. September 2018, 21:18

nur echt mit dem grünen draht und dem roten KolbenbolzenZiegelstein. Nehmt mich bloss nicht Ernst. Mein Vorname ist nämlich anders.

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Re: Achsschrauben Anzugsmoment

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Montag 17. September 2018, 21:34

Schraubverbindungen ist ein sehr großes Feld...
Teilweise kann das Ölen der Schrauben vom Hersteller vorgeschrieben sein. Richtig, dann gehen mehr Nm in die Schraubenkraft und weniger in die Torsion. Entscheidend ist, dass bei geschmierten Schrauben die Streuung deutlich geringer ist als bei "trockenen" Schrauben.
Wo es wirklich drauf ankommt, wird heutzutage der Anzugswinkel vorgegeben und nicht mehr das Anzugsmoment. Man kennt das schon von Zündkerzen.

Jede Schmierung sorgt nicht nur für ein leichteres Anziehen, sondern auch für ein leichteres Lösen. Und das auch u.U. ungewollt / ungeplant.
Deswegen tendiere ich eher zu Öl als zu Fett, um das Gewinde zu schmieren. Öl wird unter Last leichter und schneller aus dem Gewinde verdrängt. Wenn es dann verdrängt ist, kann es mir das Lösemoment nicht so herab setzen.

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