Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

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Der Rote Baron
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Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

Ungelesener Beitrag von Der Rote Baron » Montag 30. Juli 2018, 14:44

Ich hab mir da so n Klappern im Motor generiert.[*]

Es kingt so als würd' n Blech irgendwo dagegen schlagen.
Ich werd ma versuchen das in nem Video festzuhalten.

Nach Gehör kommts aus der linken Motorgehäusehälfte.
Ventilspiel wurde auf Optimum eingestellt.
Benzinpumpe wurde zum Hörtest ausgebaut.
Schraubendreher als Stethoskopersatz auf (Metall-) Ventildeckel gehalten und gehorcht, scheint der linke Zylinder, bzw. genauergesagt die Ventile, lauter zu sein als die auf der rechten Seite.

Jetzt gehen die Vermutungen von "Kolbenklemmer" bis "Lagerschaden".

Ich befürchte, ich werd' um eine Motorkomplettdemontage nicht herumkommen, möchte aber die Hoffnung nicht aufgeben, das jmd. ne Idee hat, wie ich den Schadensort/fehler vorher lokalisieren, bzw. eingrenzen kann.
Der Motor ist seit dem Defektauftreten am 25.07. ca. 500 km gefahren worden. Keinerlei Besserung/Verschlechterung festgestellt. (Ausser das einige Berge nicht mehr im 4.Gang gefahren werden können, die der Erinnerung nach das letzte Mal noch bei 80km/h befahrbar waren... und meistens schalte ich erst ab unter 70km/h runter in den 3.)

So... und nun kommt ihr ;)

Gruß
Gregor

[*]
Autobahn, 35Grad im Schatten, ca. 60km Strecke gefahren, plötzlich n komisches Geräusch ausm Motorraum, Art und genauer Ursprung leider nicht eruierbar, dann Absterben des Motors.
Ente auf Standstreifen gefahren. Vermehrt Öl im Motorraum festgestellt. Rauchschwaden (heißes Öl) kamen nach dem Öffnen des Luftfilters und des Öleinfüllstutzens heraus, dieser Rauch verzog sich jedoch schnell.
Motorstart nicht möglich, bzw. nur bei Vollgas lief der Motor an, ging jedoch nach Gaswegnahme direkt aus. Kontrolle Benzinförderung negativ, kein Sprit ausm Schlauch beim Motorstarten.
Unterdruckerzeugung am Benzinschlauch (Vergaserzuführung): kein Sprit.
Abziehen des Verbindungsstückes (unterhalb der Pumpe) am Rahmen: Sprit kommt ausm Tank.
Erneute Unterdruckerzeugung am Pumpenausgang (Vergaserzuführung): kein Durchzug/Sprit
Ausbau Benzinpumpe: mechanische Betätigung der Pumpe ergibt einwandfreie Funktion.
Anlasser kurz betätigt, dann
Kontrolle Benzinpumpenstößel: leichtgänging in Motorblockführung.
Benzinpumpenremontage mit etwas neuem Fett vorgenommen.
Anlasser betätigt, Pumpe pumpt wieder. Schlauch wieder an den Vergaser und dann gings ohne Pause, nur mit einem Tankstopp, die 220km weiter bis zum Ziel.
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rubber duck
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Re: Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Montag 30. Juli 2018, 17:30

Der Rote Baron hat geschrieben:
Montag 30. Juli 2018, 14:44
Ventilspiel wurde auf Optimum eingestellt.
Heißt das, du hast nach Auftreten des Geräuschs / Defekts das Ventilspiel eingestellt? War es denn irgendwie verstellt?

Ich hatte das mal bei meinem LBX Bulli, da hatte sich eine Kipphebelwelle gelöst. Geräuschentwicklung und Leistungsentfaltung wie von dir beschrieben.

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Siegfried
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Re: Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Montag 30. Juli 2018, 18:39

Kompression testen.
Könnte ein verbranntes Ventil oder gebrochene Kolbenringe sein

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Re: Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

Ungelesener Beitrag von NT81Bonn » Montag 30. Juli 2018, 18:49

Nimm mal den Ventildeckel ab und check da mal, ob alles an Ort und Stell eist. Hatte mal einen gerissenen Stehbolzen, dadurch lautes Ventilklappern und miserabler Lauf.

Andreas
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Re: Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Montag 30. Juli 2018, 18:52

Der Ronny hatte mal ne gebrochen Stößelstange.
Muß dann auch ziemlich Krach machen.

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Re: Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

Ungelesener Beitrag von Der Rote Baron » Montag 30. Juli 2018, 21:04

Was mich halt stutzig macht, is die Nichtfunktion der Benzinpumpe nach Defektauftreten...

Die drei Stehbolzen im Kopf waren alle noch da, bzw. deren Schrauben. Das wäre mir beim Abnehmen der Ventildeckel aufgefallen.

Ventilspielkontrolle wurde nach Ankunft und Abkühlen des Motors auf 37Grad Umlufttemperatur durchgeführt. Es war lediglich am linken Zylinderkopf das Einlassventil zu eng, so das ich nachjustieren musste, bei den anderen 3 Ventilen war lediglich Feinkorrektur angesagt, die hätten aber auch so bleiben können... (ob jetzt 0,23 oder 0,18 is ja nur fühl- aber kaum messbar, da ja die Ventillehre in 0,05 er Schritten arbeitet)

Stößelstangen habe ich nur dran gewackelt, aber in eingebautem Zustand hab ich nüx gemerkt, und hatte auf dem Campingplatz bei den Temperaturen keine Lust die Ventilkipphebelachsen auszubauen.
Ich werd aber definitiv diese Woche noch mal in der Richtung kucken.

Kompressionstest kann ich leider nur für den gesamten Motor machen, aber is sicherlich sinnvoll.
Ventile wurden vor ca 25tkm eingeschliffen, aber gut, auch da kanns Materialermüdung geben...

Werd wohl nicht drumrumkommen, den Kopf abzunehmen und mir auch die Zylinder mal genauer anzusehen :(
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Re: Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Dienstag 31. Juli 2018, 06:29

Hä?
wie geht denn ein Kompressionstest für den gesamten Motor?

Zündkerze raus, Tester reinschrauben und nachsehen was er für nen Druck aufbauen kann.

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Re: Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Dienstag 31. Juli 2018, 12:05

Vielleicht mit Kurbelgehäusedruck verwechselt?

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Re: Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

Ungelesener Beitrag von NT81Bonn » Dienstag 31. Juli 2018, 19:42

Die Summe beider Zylinder zum Quadrat, dividiert durch die Kurbelwellen - Kontravenüse.
Ist doch klar, oder habt ihr nicht aufgepasst in der Schule???
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Re: Motorschaden lokalisieren ohne Motordemontage ?

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Dienstag 31. Juli 2018, 20:16

Da war ich krank :-D

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