Wenn's beim Federn knackt und schabt...

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rubber duck
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Wenn's beim Federn knackt und schabt...

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Montag 4. Juni 2018, 09:10

Hallo zusammen,

beim Ein- und Ausfedern knackt es im Fahrwerk meiner Ente immer wieder mal sehr vernehmlich. Verdächtige ich hier richtigerweise die Schwingarmlager, oder kann das auch was anderes sein?

Bei flotteren Kurvenfahrten gibt es auch immer wieder ein schabendes Geräusch, besonders bei beladener Ente. Da habe ich inzwischen als Ursache die Spritzschutzlappen der Vorderkotflügel ausgemacht, die auf dem Asphalt schleifen. Ich hatte schon zuvor den Eindruck, dass seit dem Wiederaufbau die Ente "tiefergelegt" ist, die schabenden Spritzschutzlappen geben mir jetzt die Gewissheit - das war früher nicht.
Am Fahrwerk habe ich nach der Stilllegung Anfang 1998 nichts gemacht. Keine Federstreben gelöst, keine Stoßdämpfer ausgebaut, ... - kann das sein, dass über die Jahre die Federn erlahmen oder die Zugstreben sich längen, oder was kann noch dazu führen dass die Ente allmählich tiefer liegt?

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Siegfried
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Re: Wenn's beim Federn knackt und schabt...

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Montag 4. Juni 2018, 12:09

Kann auch der Kotflügel auf dem Schwingarm sein.
Kann auch die Zugstrebenaugen sein.
Kann auch der Stoßdämpfer lose sein.

Neue Schmutzfänger länger als die alten?
Höhe vorn und hinten nach Handbuch kontrollieren.

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Athom1507
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Re: Wenn's beim Federn knackt und schabt...

Ungelesener Beitrag von Athom1507 » Montag 4. Juni 2018, 15:25

rubber duck hat geschrieben:
Montag 4. Juni 2018, 09:10
Hallo zusammen,

beim Ein- und Ausfedern knackt es im Fahrwerk meiner Ente immer wieder mal sehr vernehmlich. Verdächtige ich hier richtigerweise die Schwingarmlager, oder kann das auch was anderes sein?

Bei flotteren Kurvenfahrten gibt es auch immer wieder ein schabendes Geräusch, besonders bei beladener Ente. Da habe ich inzwischen als Ursache die Spritzschutzlappen der Vorderkotflügel ausgemacht, die auf dem Asphalt schleifen. Ich hatte schon zuvor den Eindruck, dass seit dem Wiederaufbau die Ente "tiefergelegt" ist, die schabenden Spritzschutzlappen geben mir jetzt die Gewissheit - das war früher nicht.
Am Fahrwerk habe ich nach der Stilllegung Anfang 1998 nichts gemacht. Keine Federstreben gelöst, keine Stoßdämpfer ausgebaut, ... - kann das sein, dass über die Jahre die Federn erlahmen oder die Zugstreben sich längen, oder was kann noch dazu führen dass die Ente allmählich tiefer liegt?
Mir ist mal eine Feder gebrochen. Ist aber unwahrscheinlich, dass beide Seiten brechen-oder?
Nur Glücklichsein macht richtig glücklich. :-)

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Re: Wenn's beim Federn knackt und schabt...

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Montag 24. September 2018, 23:02

Seit heute habe ich Gewissheit - es ist ein (oder beide) Schwingarmlager hinten links. Und nun hänge ich fest... :eek:
Das äußere Schwingarmlager kam mir gleich in Einzelteilen, mit Rostmehl garniert, entgegen. Weiter bin ich noch nicht gekommen, weil von diesem äußeren Lager der Lagerring auf dem Achsrohr fest ist. Rütteln, Drücken und Hebeln am Schwingarm, Meißelschläge, Fräser, Heißluftföhn - hat alles gar nichts gebracht.

Mir kam dann noch die Idee, auf den alten Lagerring eine Schweißraupe drauf zu brennen. Aber je mehr ich darüber nachdenke - nein, denn dabei schrumpft der Lagerring.

Mit einem Abzieher komme ich nicht ran, weil Karosserie und Schwingarm nicht genügend Platz lassen.

Hat mir jemand die zündende Idee, wie ich den Lagerring runter bekomme?

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fourgonette
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Re: Wenn's beim Federn knackt und schabt...

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Montag 24. September 2018, 23:09

rubber duck hat geschrieben:
Montag 24. September 2018, 23:02
Seit heute habe ich Gewissheit - es ist ein (oder beide) Schwingarmlager hinten links. Und nun hänge ich fest... :eek:
Das äußere Schwingarmlager kam mir gleich in Einzelteilen, mit Rostmehl garniert, entgegen. Weiter bin ich noch nicht gekommen, weil von diesem äußeren Lager der Lagerring auf dem Achsrohr fest ist. Rütteln, Drücken und Hebeln am Schwingarm, Meißelschläge, Fräser, Heißluftföhn - hat alles gar nichts gebracht.

Mir kam dann noch die Idee, auf den alten Lagerring eine Schweißraupe drauf zu brennen. Aber je mehr ich darüber nachdenke - nein, denn dabei schrumpft der Lagerring.

Mit einem Abzieher komme ich nicht ran, weil Karosserie und Schwingarm nicht genügend Platz lassen.

Hat mir jemand die zündende Idee, wie ich den Lagerring runter bekomme?
Wie weit läßt sich der Arm abziehen, bis zum hinteren Lager?
Dann soweit abziehen und dann abhebeln, dass das hintere Lager rausgeht. Ankippen, Hartholzklotz einlegen und den Arm als Hebel nutzen. Z.B.
Lagerringe dann aufflexen.

Frank
Zuletzt geändert von fourgonette am Montag 24. September 2018, 23:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wenn's beim Federn knackt und schabt...

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Montag 24. September 2018, 23:38

Und das klappt, obwohl der Schwingarm quasi noch drauf sitzt?

Schwingarmlager.jpg
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Re: Wenn's beim Federn knackt und schabt...

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Montag 24. September 2018, 23:42

Das ist mir zwischenzeitig klar geworden. Oder tatsächlich mit Schweißraupe, dazu Gewinde schützen, sofort im heißen Zustand den Arm nach vorn hebeln.

Frank

Oder Ringe verschweißen und im heißen Zustand den Schwingarm als Hebel nutzend abziehen. Dazu vom inneren Ring nach außen aufbauen, dann ist er erhitzt und ausgedehnt.

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Re: Wenn's beim Federn knackt und schabt...

Ungelesener Beitrag von HaPe » Dienstag 25. September 2018, 04:20

Oha, Rostlöser, Rostlöser, leichte Schläge mit einem stumpfen Meissel o.ä. dann mit Schwingarm Lager rausheben. Andere Seite Kotflügel ab, komplette Achse ausbauen und gründlichst Überholen.
Ha-Pe

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Re: Wenn's beim Federn knackt und schabt...

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Dienstag 25. September 2018, 09:53

HaPe hat geschrieben:
Dienstag 25. September 2018, 04:20
Oha, Rostlöser, Rostlöser, leichte Schläge mit einem stumpfen Meissel o.ä. dann mit Schwingarm Lager rausheben. Andere Seite Kotflügel ab, komplette Achse ausbauen und gründlichst Überholen.
Viel Rostlöser bringt nicht viel, vielleicht eine längere Einwirkdauer. Aber der Rost sperrt sehr zuverlässig und wird ohne weitere Maßnahme wie Wärme, etc. kaum penetriert.

Frank

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Siegfried
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Re: Wenn's beim Federn knackt und schabt...

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Dienstag 25. September 2018, 18:24

@HaPe: das ist hinten. So leicht läßt sich die Hinterachse nicht ausbauen.

@Rubber: Schwingarm nach unten und mit dem Hammer gegen den Schwingarm klopfen.
Dann sollte das gehen, wenns auch was dauert.

Inneres Lager bekommst du mit nem Meisel ab, wenn man zwischen Lager und Achse geht.

Ich würd jetzt eh alle 4 neu machen - sind ca 200€, incl Simmerring usw.

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