CO² lässt sich nicht einstellen, Bremswirkung Handbremse und Hinterachse

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Smut
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CO² lässt sich nicht einstellen, Bremswirkung Handbremse und Hinterachse

Ungelesener Beitrag von Smut » Freitag 1. Juni 2018, 15:53

Hallo zusammen,

ich war heute bei der GTÜ zur Abnahme unseres Mehari, Baujahr 1972. Er Hat eine H-Zulassung.

Die Bremsen hinten und die Handbremse lag außerhalb der Toleranz. Hier benötige ich mal Tipps, wie die einzustellen sind.

Das CO² lies sich nicht auf den Wert von 2 Vol% einstellen. Der gemessene Wert belief sich auf 5,462 Vol%. Woran kann das liegen. Allerdings hatte der Prüfer auch die Dyane 6 eingestellt. Diese hat, entgegen unseres Mehari, 22 KW. Unser Motor hat 20 KW.

Freu mich auf Eure Tipps.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende.

Dirk (Kiel)

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zudroehn
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Re: CO² lässt sich nicht einstellen, Bremswirkung Handbremse und Hinterachse

Ungelesener Beitrag von zudroehn » Freitag 1. Juni 2018, 16:30

Die Bremsen hinten und die Handbremse lag außerhalb der Toleranz. Hier benötige ich mal Tipps, wie die einzustellen sind.
Bremse hinten aufmachen und kontrollieren oder erstmal entlüften, weiss ja nicht, was bisher gemacht wurde.
Ich mach das gerade an einer 74er und die bekommt neue Radbremszylinder

Handbremse vorne Züge kontrollieren und die Beläge, wobei die ja auch die normalen Bremsbeläge vorne wirkt, wenn du vorne Trommelbremsen hast.
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---hannes
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Re: CO² lässt sich nicht einstellen, Bremswirkung Handbremse und Hinterachse

Ungelesener Beitrag von ---hannes » Freitag 1. Juni 2018, 16:51

Servus:
Die hinteren Bremsbacken lassen sich an den beiden Exzenterschrauben (SW14) auf der Rückseite der Bremsträgerplatte einstellen: Dazu Hinterrad anheben und die Exzenter nach außen drehen, bis die Backen leicht anschleifen, danach wieder einen Hauch zurück. Gleichmäßige Bremswirkung hast du allerdings nur, wenn auch die Radbremszylinder noch dicht sind. Das erkennt man für gewöhnlich, wenn an der Unterseite der Bremsträgerplatte bzw. der Trommel eine Feuchtstelle ist.

Die Scheibenbremsen sind ebenso an Exzentern nachzustellen. Sie befinden sich am Bremssattel. Möglicherweise müssen auch die beiden Handbremsplaketten erneuert werden.

CO2- Wert: Verstellt man an der CO- Schraube des Vergasers. Diese Schraube hat unten dran eine Nadel. Dreht man die Schraube etwas rein, verengt sie den Kanal, das Gemisch wird magerer, der CO2- Wert verringert sich. Manchmal ist das letzte Stück Gewinde im Alugehäuse des Vergasers korrodiert, man glaubt, die Schraube sei bereits bis zum Anschlag reingeschraubt. Man tut gut daran, jetzt nicht mit Gewalt weiterzudrehen, denn dann bricht die Nadel ab und steckt dann in diesem Kanal fest.
Die CO- Schraube hat ein Feingewinde. Um das korrodierte Gewinde nachzuschneiden, habe ich einer Leerlaufschraube die Nadel abgezwickt, den Kanal mit Ballistol geflutet und die Schraube (ohne die bruchgefährdete Nadel wohlgemerkt!) im "Pilgerschritt" (1/8 Umdrehung rein - zurück -wieder 1/8 mehr - zurück - usw.)als "Gewindeschneider" verwendet und so das letzte Gewindestück wieder gängig gemacht.
lg ...hannes

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Re: CO² lässt sich nicht einstellen, Bremswirkung Handbremse und Hinterachse

Ungelesener Beitrag von Rost » Freitag 1. Juni 2018, 16:59

Smut hat geschrieben:
Freitag 1. Juni 2018, 15:53
H
Das CO² lies sich nicht auf den Wert von 2 Vol% einstellen. Der gemessene Wert belief sich auf 5,462 Vol%. Woran kann das liegen. Allerdings hatte der Prüfer auch die Dyane 6 eingestellt. Diese hat, entgegen unseres Mehari, 22 KW. Unser Motor hat 20 KW.
Was soll das sein. Was für ein Motor, was für ein Vergaser?

Die Briefeintragungen variieren bei diesen Einzelabnahmen gerne von 17-23kW, ohne dass dies eine Aussage über den tatsächlich verbauten Motor bzw. dessen Vergaser erlaubt.

Und: Da dreht ein GTÜ Prüfer ahnungsfrei am Vergaser herum ?

Lass die AU von einer 2CV Werkstatt oder einem BOSCH Dienst machen. Erstere kennen den Motor und zweitere werden es nicht scheitern lassen.


@Hannes: Auch weil wir mal wieder rätseln müssen, weil der Fragesteller keine Bilder oder Angaben liefert. Es sind ja nicht zwingend Scheibenbremen in einem 72er Mehari verbaut. Manchmal freilich schon, sogar mit LHM ;-) Gerne auch im Mix mit DOT hinten. Alles schon gesehen.

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Smut
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Re: CO² lässt sich nicht einstellen, Bremswirkung Handbremse und Hinterachse

Ungelesener Beitrag von Smut » Samstag 2. Juni 2018, 05:52

Motortyp M28-1
20 KW bei 5750 Umdrehungen

Erstzulassung war der 11.12.1972 in Kolding/DK. Der Mehari wurde dann in Schweden komplett restauriert.

Die Bremse muss nur eingestellt werden. Das bekomme ich schon hin.

Danke und Gruß,

Dirk

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Re: CO² lässt sich nicht einstellen, Bremswirkung Handbremse und Hinterachse

Ungelesener Beitrag von zudroehn » Samstag 2. Juni 2018, 09:23

Trommeln oder Scheiben vorne ;-)
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Re: CO² lässt sich nicht einstellen, Bremswirkung Handbremse und Hinterachse

Ungelesener Beitrag von Dolly-Manne » Samstag 2. Juni 2018, 14:48

zudroehn hat geschrieben:
Samstag 2. Juni 2018, 09:23
Trommeln oder Scheiben vorne ;-)
Vom Baujahr her wenn Originol dann Trommel , wenn nicht dann Scheibe wenn das auch nicht vielleicht Anker. :eek:
Manne mit dem Scheifele.
Ich kann vieles aber nicht alles

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Siegfried
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Re: CO² lässt sich nicht einstellen, Bremswirkung Handbremse und Hinterachse

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Samstag 2. Juni 2018, 19:41

Eine unterschiedlich stark bremsende Hinterrad Bremse (über 25% Abweichung) bekommst du nicht über die SW 14 Einstellexcenter eingestellt.
Damit kann man nur das Lüftspiel einstellen.

Also Bremse auf und nachsehen, ob die Drehpunkte der Bremsbacken leichtgängig sind, oder ein Kolben des Radbremszylinder fest ist oder sehr schwer geht.

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