Karosseriedichtmasse und TÜV

Restaurieren oder nicht? Restaurationsberichte, Erfahrungsaustausch und oder Fragen dazu
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ReinhardKÜN
Hat schon mal 'ne Ente gesehen
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Karosseriedichtmasse und TÜV

Ungelesener Beitrag von ReinhardKÜN » Dienstag 8. Mai 2018, 17:38

Bei meinem Restaurationsprojekt hab`ich jetzt alle Blechteile in Unterboden und Heck zusammen, die Überlappungen und rostige Nähte schon mit Owatrol-Öl -( :Danke: ich weiß gar nicht mehr, wer mir den Tipp mit dem Korrosionschutz-depot gegeben hat, war auf jeden Fall super :Dhoch: ! Da zeigt sich wieder die geballte Erfahrung! :beifall: ) bearbeitet und das ganze von unten schon einmal mit Brantho Korrux nitrofest gestrichen, bzw. gerollt. Der nächste Schritt ist meiner Meinung nach jetzt die weitere Versiegelung der Nähte.
Kann ich alle Verbindungsstellen mit Karosseriedichtmasse überstreichen? Dann sieht man natürlich keine Schweißverbindungen mehr - soll man ja auch nicht, dann sieht das Wasser sie ja vielleicht auch nicht und knabbert nicht an den Blechen herum. Aber was sagt der TÜV dazu?
Als ich in meinem ersten Leben - vor so 20 - 30 Jahren - für den TÜV geschweißt habe, hieß es immer: Vor der Abnahme Schweißen - kann dick mit Unterbodenschutz zugeschmiert werden, bei der Abnahme bemängelt - ohne Anstrich wieder vorführen. Ist das heute auch noch so? :roll: Unterbodenschutz würde ich allerdings nicht mehr machen :daumen: - oder!?
Wenn ich jetzt mein rotes Schätzchen (seit ca. 15 Jahren abgemeldet) wieder auf die Strasse bringe, möchte den Unterboden trotzdem natürlich vernünftig konserviert haben.
Schreibt mir doch mal eure Erfahrungen, was beim TÜV am Besten geht, wobei die Prüfer die beste Laune haben.

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Birne
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Re: Karosseriedichtmasse und TÜV

Ungelesener Beitrag von Birne » Dienstag 8. Mai 2018, 17:46

Wenn der TÜV eine Schweißnaht bemängelt hatte, dann musst du sie unverschmiert zur Nachprüfung vorführen. Wenn du normal zur HU fährst, kann es ruhig verschmiert sein. Sind Autos ja allgemein ab Werk. ;)

Die beste Laune haben die Prüfer, wenn die Ente sauber ist und einen guten Eindruck macht. :-)
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ReinhardKÜN
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Re: Karosseriedichtmasse und TÜV

Ungelesener Beitrag von ReinhardKÜN » Dienstag 8. Mai 2018, 17:53

Danke, auf so eine Antwort hatte ich gehofft.
Ist denn der Schutz-Schicht-Aufbau
- Brantho Korrux nitrofest
- Dichtmasse auf die Nähte
- Brantho Korrux nitrofest nochmal über alles
- Brantho Korrux 3 in 1
für den Unterboden des Häuschens passend oder über-/untertrieben?

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fourgonette
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Re: Karosseriedichtmasse und TÜV

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Dienstag 8. Mai 2018, 18:08

Wenn sauber geschweißt wurde und die Stellen auch so dicht sind, würde ich mit Dichtmasse sparsam umgehen. Kann so nicht unterrosten und ist besser kontrollierbar.

Frank

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Re: Karosseriedichtmasse und TÜV

Ungelesener Beitrag von Birne » Dienstag 8. Mai 2018, 19:38

duckservice.nl hat geschrieben: Muss die bei der Tauchbad-Entlackung entfernte Dichtmasse der Karosserienähte nach dem Verzinken wieder aufgebracht werden?

Ja! Aufgrund der großen Spaltmaße ist die Abdichtung der Karosserienähte unbedingt nötig. Neben der Abdichtung gegen eindringendes Spritzwasser wird erreicht, dass die Karosserie stabiler und dadurch auch leiser wird.
Quelle: http://www.duckservice.nl/leistungen/fe ... sserie.php

Nicht ohne Grund war die Dichtmasse ab Werk vorhanden. ;)
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Re: Karosseriedichtmasse und TÜV

Ungelesener Beitrag von dollytom » Sonntag 20. Mai 2018, 22:37

der aufbau ist gut, wenn du auf blankem Blech arbeitest. den aufbau habe ich so ähnlich gemacht, aber die Kataphorese schwarze Lackschicht auf den Bodenblechen gelassen, hätte ich das mal nicht gemacht. das war ein fehler. nur dort, und nur an den Bodenblechen rostet es. alles andere Schweller etc ist in ordnung
nur echt mit dem grünen draht und dem roten KolbenbolzenZiegelstein. Nehmt mich bloss nicht Ernst. Mein Vorname ist nämlich anders.

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Re: Karosseriedichtmasse und TÜV

Ungelesener Beitrag von Enter » Montag 21. Mai 2018, 00:53

Kommt immer auf den Prüfer an würde ich mal sagen. Ältere Prüfer könnten schon mal darauf hinweisen, dass er die Schweißstellen sehen will. Wobei man sagen muss, dass jeder Neuwagen mittlerweile an den tragenden Schweißstellen zugeschmiert ist. Lass das schwarze klebrige Zeug lieber weg und arbeite mit Wachs wenn du deinen Unterboden vor Korrosion schützen willst. Ist transparent und du siehst sofort wenn wieder Rost blüht. Grüße

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Re: Karosseriedichtmasse und TÜV

Ungelesener Beitrag von Rost » Montag 21. Mai 2018, 21:10

Enter hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 00:53
..arbeite mit Wachs wenn du deinen Unterboden vor Korrosion schützen willst. Ist transparent und du siehst sofort wenn wieder Rost blüht.
Der blüht am Unterboden auch recht fix, sobald das Wachs abgewaschen ist.

Karrosseriedichtmasse für Kanten und Nahtversiegelung ist Stand der Technik. Die fasst auch kein Prüfer an, ausser bei offensichtlich dahin gepfuschten Grotten und den dann üblichen Nachprüfungen.

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