Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Fragen zu irgendwelchen anderen Dingen ausser Ente? Soll es ja auch ab und zu einmal geben
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Ente68
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Re: Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Ungelesener Beitrag von Ente68 » Samstag 17. November 2018, 18:06

supperjoseph hat geschrieben:
Samstag 17. November 2018, 16:45
Ich bin ja auch nicht generell gegen die DUH. Aber dass sie so vehement die Enteignung der Autofahrer vorantreibt, sehe ich sehr kritisch. Es trifft doch wieder jene, die sich so schnell kein "sauberes" Auto leisten können. Mir scheint, dass da Einzelpersonen dahinter stehen, die ihr Ego durchsetzen und sich selber bestätigt sehen wollen.
Die Politik und Autolobby haben es versaut, die DUH schlachtet es aus und Ottonormalbürger ist mal wieder der Depp.
Zu den Grenzwerten, den Studien auf denen sie basieren und den Messmethoden gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen.
Gestern kam im Radio ein Beitrag, in dem ein Professor die Richtigkeit der Studien, auf denen die Grenzwerte basieren, stark angezweifelt hat. Es wurden wohl viele Faktoren bei den Untersuchungen der Krankheitsfälle nicht berücksichtigt, wie zum Beispiel ob jemand Raucher ist, andere Vorbelastungen, etc.
Wie immer gibt es hier sogar bei den Fachleuten die unterschiedlichsten Standpunkte.
Fakt ist, dass die Belastung durch Autoabgase das Fass teilweise zum Überlaufen bringt. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Faktoren für schlechte Luft gibt es viel mehr, als nur die Autoabgase. Aber auf den Autofahrern rumzuhacken ist wohl das einfachste.
Nach den Dieseln werden es die Benziner sein. Ihr werdet es schon noch erleben.

Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn wieder massenhaft einwandfreie Fahrzeuge abgewrackt werden, oder in den Export wandern, nur um hier saubere Luft zu haben.
Kennt jemand die Gesamtenergie- und Ökobilanz? Wie viel Energie wird für die Produktion eines sauberen Neuwagens benötigt? Wie stark wird hierbei die Umwelt belastet?
Wie lange könnte man dagegen gerechnet mit einem "schmutzigen" Auto fahren?

Mich stört die Wegwerfmentalität.
Aber natürlich wird so die Wirtschaft gefördert.
Darum geht's wohl.
Chris
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rubber duck
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Re: Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Samstag 17. November 2018, 20:42

Birne hat geschrieben:
Samstag 17. November 2018, 14:46
Da steht nichts von Euro 1-4, sondern von allen Dieselfahrzeugen.
Alle Dieselfahrzeuge sollen bei den Fahrverboten ausgesperrt sein?
Lies nochmal nach.
Birne hat geschrieben:
Samstag 17. November 2018, 14:46
Die Petition müsste sich also gegen Grenzwerte richten, jedoch nicht gegen einen Verein, der sich gegen die Übertretung geltender Grenzwerte zur Wehr setzt.
Schon richtig, dass auch gegen unsinnige Grenzwerte vorgegangen gehört. Aber sich gegen Grupperungen wehren, die bekanntermaßen unsinnige Gesetze durchboxen, koste es was es wolle, erfordert ebenfalls Widerstand.
Birne hat geschrieben:
Samstag 17. November 2018, 14:46
Hast du für diese Behauptungen auch irgendwelche Quellen?
Gibt es reichlich im Netz, wenn man etwas sucht.
Z.B. hier oder hier, als zwei von vielen.
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healer
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Re: Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Ungelesener Beitrag von healer » Montag 19. November 2018, 08:17

Birne hat geschrieben:
Samstag 17. November 2018, 12:27
Richtig. Bußgelder wurden schon immer an gemeinnützige Organisationen verteilt. Von der Justiz und nicht wie von dir behauptet vom Umweltministerium. Bußgeldzahler sind auch Steuerzahler, aber gemeinnützige Organisationen werden eben nicht aus Steuereinnahmen sondern aus Bußgeldeinnahmen unterstützt.
Aha? Dann lies doch mal dies:

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... eab05.html

Guten Start in die Woche
Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit
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Saar_nur
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Re: Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Ungelesener Beitrag von Saar_nur » Montag 19. November 2018, 11:00

Jörg Kruse hat geschrieben:
Samstag 17. November 2018, 18:01
...
Die DUH nutzt die Untätigkeit der Politik. Hätte man da den Job vernünftig gemacht, hätte die DUH keine Bühne.
Genau da liegt der Hase im Pfeffer.
Die DUH ist gemeinnützig und darf alleine deswegen schon keine Gelder ansammeln. Sie ist letztlich ein Verbraucherschutzverband.
Spender sind u. a. unsere Regierung, die EU, Toyota, aber auch Daimler und andere NGOs. Sicher haben die eigene Interessen.

Trotzdem ist es OK, dass die DUH auf Einhalten der vorgegebenen Gesetze pocht.
Da hätte unsere Regierung den Autoherstellern schon lange auf die Finger klopfen müssen.
Vielleicht würden dann weniger bis keine SUVs mit 2,5 to zum Einkaufen von Brötchen und Bringen zum Kindergarten genutzt. :-/
Warum fahre ich - außer der Ente - einen 1,3l-Benziner? - Weil er ausreichend ist und die ach so sparsamen Diesel beim CO2-Wert deutlich unterbietet.
Die Entscheidung gegen Diesel und für einen "Kleinwagen" ist bei mir schon vor mehr als vier Jahren gefallen. Man hätte es wissen können.

Gruß
Jürgen
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Jörg Kruse
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Re: Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Ungelesener Beitrag von Jörg Kruse » Montag 19. November 2018, 14:03

(°\=/°) 2CV-Fahrer seit 1984
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tremola
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Re: Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Ungelesener Beitrag von tremola » Montag 19. November 2018, 14:23

Halloele,

lasst doch mal einen anderen Aspekt einfliessen. Unbenommen die Politik hat gewollt nicht agiert. In D haben wir es wieder mal geschafft Richtlinien so umzusetzen das sie den größtmöglichen Blödsinn erzeugen (Lest mal die Regeln zum aufstellen der Meßgeräte und vergleicht wie es D und F machen).

Wir denken auch bei solchen Dingen zu wenig ganzheitlich, das können wir aber schon seit Jahren sehr gut. Umweltbelastung startet mit den Rohstoffen und nicht mit den Abgasen, insofern sind unsere Enten mit das beste was wir der Umwelt antun können.

Aber wenn ich jetzt mal unterstelle, das es eine Gruppe in unserer Bevölkerung gibt die am liebsten den Individualverkehr abschaffen wollen haben sie jetzt einen sehr guten Hebel gefunden. Diesel aussperren ist nur ein Ansatz, Benziner fliegen uns als nächstes um die Ohren und die Argumentation wird dann ganz schnell sein nutzt doch den ÖPNV. Wollen wir wetten?

Wir Deutschen sind schon sehr Autoaffin (ich auch) und keine Mehrheit würde es in D akzeptieren wenn der IPNV zurück gedrängt wird. Das ist aber genau die einzige Lösung auf lange Sicht, auch wenn es mir nicht gefällt. Es ist nicht die Frage ob Strom, Diesel oder Elektro, wenn Metropolen weiter so wachsen wie bisher wird für den IPNV wie heute schlicht und ergreifend kein Platz mehr sein. Zum Vergleich empfehle ich einen Besuch in Kairo, Singapur, etc.
Herzliche Grüße

Ralf - mein Hut, mein Stift, mein Blog: http://www.tremola.wordpress.com/
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Siegfried
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Re: Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Montag 19. November 2018, 17:35

@Ralf: du sollst doch sicher keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, du soll dir (am besten jedes Jahr) ein neues Auto kaufen :-D
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Re: Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Ungelesener Beitrag von dyane83 » Montag 19. November 2018, 18:57

Hallo Ente 68!
Diese Daten gibt es. Allerdings nur zur Zeit der Einführung des Katalysators und der seinerzeit laufenden Abwrackprämie 1.0 !! Damals hat die Zeitschrift Oldtimer Markt eine schweizer Studie zitiert: Nach einer dort gemachten Berechnung, könnte ein Fahrzeug für jegliche Umweltbelastung, auch die der Herstellung, umgerechnet auf den CO2 Ausstoß, 30 Jahre mit einer mittleren Jahresleistung ohne jegliche Filterung fahren. Es gehört zu der stattlich verordneten Milchmädchenrechnung, die Umweltbelastung der Herstellung des Austauschfahrzeugs zu verschweigen. Die Anbieter von SCR Nachrüstsystemen stehen in den Startlöchern. Die Firma Twintec wartet aber schon länger als 1,5 Jahre auf die Zulassung ihres Systems durch das KBA. Herr Scheuer spricht bei Nachrüstung stets von den Herstellern. Die haben sich natürlich bisher nicht um das Thema gekümmert, und benötigen jetzt 2 Jahre um da was zu erfinden. Und diese Zeit hat ihmen Herr Scheuer ja auch zugestanden, Nachrüstungen erfolgen erst nach der Phase des Umtauschs. Die Fahrzeugindustrie hat bei allen bisherigen Nachrüstungen zugeschaut und die Gewinne sind in die Zulieferindustrie geflossen. Man kann den Eindruck bekommen, das es dieses Mal nicht so sein soll. Dank der wirschaftsfreundlichen Verkehrspolitik der letzten Verkehrsminister.
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Re: Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Montag 19. November 2018, 22:42

Saar_nur hat geschrieben:
Montag 19. November 2018, 11:00
Die DUH ist gemeinnützig und darf alleine deswegen schon keine Gelder ansammeln. Sie ist letztlich ein Verbraucherschutzverband.
Die DUH e.V. darf keine Gelder "ansammeln" im Sinne von Gewinnabsichten umsetzen. Braucht sie auch nicht, denn dafür hat sie die DUH GmbH.

Ich frage mich, welche Verbraucher die DUH als "Verbraucherschutz"organisation tatsächlich schützt und nicht nur theoretisch. :suche: Und wie viele andere Verbraucher dafür und damit faktisch geschädigt werden.
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Micha-Erpel
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Re: Petition gegen Deutsche Umwelthilfe

Ungelesener Beitrag von Micha-Erpel » Dienstag 4. Dezember 2018, 22:00

Auch interessant und passt zum Thema

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... 238594!amp

🤓
Grüße von Micha
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