Links zu Reparaturanleitungen und technischen Daten
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von Gutflug
Themenersteller
#107695
Da ich im Netz kaum brauchbare Info zu dem Thema gefunden habe, nun aber ein bisschen schlauer bin, möchte ich Euch mein Wissen nicht vorenthalten. Erstmal zu meinem Problem: Ich hatte ein deutliches Knacken in der Lenkung und Spiel im Lenkgetriebe. Also habe ich das Lenkgetriebe ausgebaut, das funktioniert übrigens, ohne die Achse auszubauen und ohne die Lenksäule abzunehmen. Zuerst müssen die Spurstangen von den Lenkgetriebebolzen runter. Das hat ganz gut mit so einem Teil hier funktioniert:



Die rechte Seite ging leicht, bei der linken Seite ist das Getriebe im Weg, es reicht aber, das Getriebe hinten zu lösen und mit einem Flaschenzug ein paar Zentimeter anzulupfen. Leider bekommt man das Lenkgetriebe jetzt noch nicht raus, wenn man aber später vor dem Einbau die Öffnung im Achsrohr auf der rechten Seite um ein paar Millimeter auffräst, kann man das Lenkgetriebe in Zukunft komplett mit Innereien ein- und ausbauen. Man könnte dann beim Ausbauen auch die Spurstangen erst mal dranlassen und diese stattdessen am Rad lösen. Nun wieder zum Lenkgetriebe: Jetzt muss der rechte Achsdeckel (wo der Stoßdämpfer dranhängt) weg. Dann muss der Splint an der Hohlmutter weg, ich habe ihn mit einem langem Brecheisen gesprengt. Dann die Hohlmutter raus, mein Brecheisen hat glücklicherweise auch perfekt in die Hohlmutter gepasst. Jetzt können die Pfannen und Kugelbolzen raus. Dann ganz nach links lenken, die Zahnstange raus und das Lenkgetriebegehäuse raus.
Was war kaputt? Zum einen hat die Zahnstange fast 1 mm Luft im Gehäuse, der Führungsring war eingelaufen und zum anderen waren die beiden Gleitsteine eingelaufen, dummerweise auch die Nut im Gehäuse. Vom F aus V hatte ich mehrere Teile bestellt, eigentlich wollte ich ein neues Gehäuse benutzen, dessen Nut war aber derart ungleichmäßig (fast 3/10 mm Unterschied), dass ich lieber bei meinem alten Gehäuse die Nut beim Metallbauer auf 21,1 mm auffräsen ließ und die Nutensteine mit Übergröße genommen habe. Die sind zwar nicht aus Stahl, wie beim Original, sondern aus Messing, aber dafür laufen jetzt hoffentlich nur noch die Nutensteine und nicht mehr das Gehäuse ein. Beim Führungsring habe ich ebenfalls die erste Übergröße (34,2mm) genommen. Ich hatte leider das Pech, dass der Führungsring an meiner Zahnstange draufgeschrumpft und nicht, wie überall zu lesen, draufgenietet war. Hier hat mein Metallbauer ein altes Schneidwerkzeug geopfert und den alten Ring an der Drehbank runtergedreht, der Ring ist gehärtet, dementsprechend hat der Schneidkopf gelitten. Den neuen Ring habe ich draufgepresst. Nun war der neue Führungsring etwas zu groß im Durchmesser, also musste im Gehäuse etwas Material weg. Das hat prima mit einem gebastelten Schleifmop funktioniert. Vor allem konnte ich so die mittig verstärkte Abnutzung ausgleichen, ich musste am Gehäuse eigentlich nur von außen die ersten 3-4 cm ausschleifen, in der Mitte war es eh schon genug eingelaufen. Nun habe ich ein Lenkgetriebe, wo sowohl im Gehäuse, als auch an den Nutensteinen lediglich 1/10 mm Spiel vorliegt, an den Rädern ist nun absolut kein Spiel mehr spürbar. Damit das so bleibt, habe ich noch, wie von Clemens einst empfohlen, einen Schmiernippel in das Gleitblech gesetzt. Nachdem genau hier der Verschleiß von Führungring und Nutensteine stattfindet, die beste Stelle zur Vorsorge! Was noch ein bisschen Gefummel war, die Zahnstange wieder einzufädeln. Hier muss der linke Achsdeckel weg und am besten mit einer langen 12mm Stange das Andrückelement von der Zahnstange zurückdrücken, damit jemand anderes die Zahnstange wieder einfädeln kann. Wenn ihr wollte, dass sich die Lenkradposition nicht verändert, beim Ausbauen aufpassen in welcher Position das Lenkrad nicht mehr in die Zahnstange greift und in dieser Position später wieder einfädeln. Das geniale an dieser Reparatur war der geringe Materialeinsatz (12 Euro Nutensteine, 7 Euro Führungsring, 3 Euro Abdeckgummi, 7 Euro neues Fett), hier noch ein paar Bilder:
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