Ente auf Autogas

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NT81Bonn
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von NT81Bonn » Freitag 4. Mai 2018, 20:40

Sehr schön dokumentiert und ausgeführt, das gefällt mir! :Dhoch:
Meine Beiträge können Spuren von Ironie, Uran, purer Boshaftigkeit, Fachwissen, Erdnüssen und Popcorn enthalten!

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https://www.facebook.com/EntenmannBonn/

http://www.entengeschnatter.de === Bonner Entenstammtisch
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fourgonette
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Freitag 4. Mai 2018, 22:32

Beheiztes Wischwasser? Schön einfach ne Dose Linseneintopf auf Fahrt warmstellen.
Toll, auch der Rest.

FRank
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rubber duck
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Sonntag 6. Mai 2018, 03:25

sleeper hat geschrieben:
Sonntag 29. April 2018, 12:12
Motor schon eingebaut?
Die Filterpatrone mit dem Wärmetauscher geht sich mit Chassis und Kotflügel aus? Hab das dort etwas beengt in Erinnerung.
Platz hat es noch. Allerdings nicht für eine längere Filterpatrone, die sich manche als Ölkühlungsmaßnahme einbauen. Brauche ich ja auch nicht, denn das Öl wird vom LPG Verdampfer zusätzlich gekühlt.

LPG Ölfilter Überstand.jpg


Inzwischen habe ich meinen Ölthermometer angeschlossen und korrekt verdrahtet, so dass er wieder Werte anzeigt. Mal sehen, wie sich der Unterschied Benzin- vs. Gasbetrieb auf die Öltemperatur auswirkt.
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fourgonette
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Dienstag 8. Mai 2018, 12:22

Hallo rubber duck,

ich finde dein Projekt sehr nachahmenswert.
Ein paar Fragen dazu: Weißt du, ob die Tanks koppelbar sind, so dass man z. B. zwei Mulden/Ringtanks verbauen könnte?
Wird das zu berücksichtigende max. Mehrgewicht in die Papiere eingetragen?
Und die Wärmeleistung des Tauschers reicht massig aus oder sind vielleicht zusätzlich isolierte Schläuche zum Verdampfer hin besser?
Die Kupferschlange spricht wohl sehr schnell an, wird aber sehr heiß. Oder was spricht bgegen diese Konstruktion? (Abgesehen davon erscheint es mir sehr inprovisiert)

Frank
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rubber duck
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Dienstag 8. Mai 2018, 13:35

Tanks sind koppelbar, die Installation der Befüllleitungen wird aber ungleich komplizierter. Jedenfalls so lange beim Fahren aus beiden Tanks gleichzeitig entnommen werden kann. Denn der Füllstopp eines jeden Tanks muss auch den Füllstand des anderen erfassen und drauf reagieren können.
Wenn die Tanks per Umschalter konsequent voneinander getrennt sind, braucht es das nicht.

Wem die brutto 34 Liter zu wenig sind und gleichzeitig etwas auf Gepäckraum verzichten kann, kann auch einen 580 x 200 Tank einbauen, der hat knapp 40 Liter. Vielleicht passt auch ein 600x180 rein, mir war nur das Risiko zu groß einen auf Verdacht zu kaufen und nötigenfalls wieder zurück schicken zu müssen.
Weitere Möglichkeiten wären, die Ente auf Monovalent umzubauen und den Benzintank gegen einen kleineren auszutauschen (max. 15 Liter sind für Monovalent zulässig) bzw. ganz auszubauen und den freiwerdenden Raum für Gastanks zu verwenden, oder die Reserveradwanne rauszuschneiden und zwei Zylindertanks längs einzubauen. Oder einen Unterflurtank zu verwenden, der nicht die Torodialform hat ("Schwimmreifen"), sondern der gesamte Durchmesser bis rein zum Mittelpunkt fürs Tankvolumen verwendet wird. Unterflurtanks haben aber den Multiventilanschluss außen dran, der muss zwingend im Freien sein, darf also nicht im Fahrzeug-Innenraum bleiben. Das braucht einen maßgeschneiderten Ausschnitt in der Reserveradmulde.

Ich rechne damit, dass ich mit dem 34 Liter Gastank etwa die gleiche Reichweite haben werde, wie mit dem 25 Liter Benzintank. Eine Notwendigkeit für einen größeren Tank hab ich also nicht wirklich. Die 1 - 2% aller Situationen, in denen ich eine größere Reichweite benötige, kann ich einfach auf Benzin umschalten und habe die Gesamteichweite von ca. 700 - 800 km ohne Tankstopp.

Im Motorraum wird es warm. Die Wärme kann wohl beinahe ausreichen, ohne den Wasserkreis zu bemühen. Ich habe schon was von Umbauten erfahren, die haben nur einen elektrischen Lüfter auf dem Verdampfer, der den Verdampfer mit der warmen Motorraumluft direkt anpustet, und das genügt auch schon.

Die Kupferschlange um den Krümmer finde ich nicht nur extrem improvisiert, da müsste ich auch permanent die Wasserpumpe mit laufen lassen. Ich hätte sonst Bedenken, dass das Wasser verkocht und / oder das Kupfer über einen längeren Zeitraum weich wird.
Die Temperatur beim Ölfilter ist deutlich geringer, da sehe ich keine Gefahr wenn im Benzinbetrieb der Wasserkreis aus bleibt. Da ist eher die Gefahr, dass im Gasbetrieb die Öltemperatur zu niedrig ist. Zu niedrige Öltemperaturen sind das größere Problem, auch für den Entenmotor.
Vielleicht baue ich noch eine Jalousie vor den Ölkühler...

Es gibt wohl auch Verdampfer, die komplett ohne Wasseranschluss auskommen. Impco habe ich mal gehört. Nur sollen die keine ECE 67R Kennzeichnung haben.

Als Zusatzgewicht hat mein Prüfer einfach das Füllvolumen in kg zum Fahrzeug-Leergewicht dazugezählt, also jetzt 634 kg. Als Nutzlast bleibt damit 296 kg übrig, damit habe ich kein Problem.
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Freitag 25. Mai 2018, 01:04

So, jetzt mal den ersten Erfahrungsbericht.

Mit der ersten Grobeinstellung habe ich erst mal keinen Leistungsunterschied zwischen Benzin- und Gasbetrieb fesstellen können. Leider hat mich der Ehrgeiz gepackt, es noch besser zu machen, denn die LEDs des Franzosen-Kat haben nicht so geleuchtet und geblinkt wie sie sollten.

Mit der "ver(schlimm)besserten" Einstellung bin ich eine ganze Tankfüllung gefahren, und bin auf erschreckende 10,5 l/100km gekommen. Bei 6,25 Liter im Benzinbetrieb zu viel.
Also nochmal penibel Leerlauf eingestellt, erst im Benzin-, dann im Gasbetrieb. Dann im Gasbetrieb nochmal nach den LEDs im Kat-Steuergerät eingestellt.
Jetzt kommt mir der Motor etwas "teigig" vor, unten raus zieht er nicht wirklich gut. Manchmal ist es schwierig, den Anschluss im nächsten Gang zu erwischen. Aber im Straßenverkehr kann ich gut mitschwimmen, 90 - 100 km/h Reisegeschwindigkeit sind normal. Wenn die Strecke frei und der Anlauf lang genug ist knacke ich in der Ebene die 110 km/h, das kenne ich noch aus alten Zeiten.
Inzwischen sind zwei weitere Tankfüllungen durch, alles mit 7,5 plusminus 0,1 l/100km. 20% Mehrverbrauch sind für eine Venturi respektabel.
Das Nachjustieren gestaltet sich diffizil. Einfach etwas fetter stellen kann schnell dazu führen, dass das Kat-Steuergerät die Sekundärluft permanent ganz auf reißt. Damit ist dann kein stabiler Leerlauf mehr möglich...
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von Sigmar » Freitag 25. Mai 2018, 05:36

Versuch doch mal auf längerer Strecke einen steilen Berg hochzufahren zbsp. Bindlacher Berge auf der Autobahn. Ich bin da mit 50 km/h hoch geschnaupt auf en halben Standstreifen. Das war mir dann doch zu gefährlich und hab dann lieber auf Benzin umgeschaltet, siehe da schwupps war ich 30 km/h schneller. :eek:
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Freitag 25. Mai 2018, 08:16

Kann ich mal machen, aber deswegen fahr ich nicht extra zum Bindlacher Berg ;)
Den kenne ich auch nicht so gut. Drackensteiner Hang, Albaufstieg bei Aalen, Hienberg bei Lauf oder auch die Kasseler Berge kenne ich mehr. Aber keinen dieser Berge bin ich mit 80 hoch.

Ich will mal einen anderen Mischer ausprobieren. Der jetzige hat einen Trichterdurchmesser von 32 mm. Der nächste Flaschenhals wäre der Luftfilter Eingang mit 38 mm. Ein zu großer Mischer kann aber wieder Probleme im Leerlauf bereiten...
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von Jörg Kruse » Freitag 25. Mai 2018, 13:42

rubber duck hat geschrieben:
Freitag 25. Mai 2018, 08:16
Drackensteiner Hang, Albaufstieg bei Aalen, Hienberg bei Lauf oder auch die Kasseler Berge kenne ich mehr. Aber keinen dieser Berge bin ich mit 80 hoch.
Nee, das ist mit der Ente auch nicht drin. Die alte recht steile Geislinger Steige bin ich mit einer 25-PS-Ente in den 80ern mit rd. 40 km/h hochgeschlichen. :-)
(°\=/°) 2CV-Fahrer seit 1984
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Re: Ente auf Autogas

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Freitag 25. Mai 2018, 17:25

So, jetzt habe ich mal eine Auswertung meiner Rückfahrt gestern von Sarrebourg.

Werbemodus an
Wer eine Navi-App sucht, die wunderbar für Enten geeignet ist, dem kann ich Calimoto empfehlen. Eigentlich für Motorradfahrer entwickelt, aber die Interessen (schöne, kurvenreiche Nebenstrecken) sind deckungsgleich.
Meine Route bin ich mit dieser App gefahren, die Auswertung hat sie mitgeliefert :-)
Werbemodus aus
;)


Rückfahrt Sarrebourg.png

Für eine bergige Überlandstrecke finde ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 50 km/h nicht so übel für eine Ente...

Was hier nicht angezeigt wird, aber in der App direkt, sind zusätzliche Informationen:
Maximale Beschleunigung: 2,5 m/s²
Maximale Verzögerung: 2,7 m/s²
Maximale Schräglage: 31°
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