Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

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Akadyy
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Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

Ungelesener Beitrag von Akadyy » Donnerstag 1. November 2018, 23:27

Hallo zusammen;
ich mach grad ein sehr großes Service bei meiner 77er Dyane und tausche dabei das Getriebe gegen ein gut überarbeitetes.
Dabei muss ich natürlich die Innereien der Trommelbremse (die erst ca. 2000km drauf haben und die ich deswegen weiterverwenden will) auf das neue Getriebe umbasteln. Das hat jetzt nur die Trägerplatte.
Mit vorderen Trommelbremsen hatte ich bis jetzt noch nix zu tun, deswegen meine Fragen:

1. was muss ich bei Aus- und Einbau besonders beachten (Reihenfolge, etc-)?
2. Wie zentriere ich die neu eingebaute Bremserei?

Danke für eure Antworten!!

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zudroehn
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Re: Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

Ungelesener Beitrag von zudroehn » Freitag 2. November 2018, 10:52

Hallo,
das ist einfachse Mechanik und für jemanden, der sowas beim Ausbau versteht, einfach.
Zentriert werden die über die Excenter, wenn die Dyane welche hat.......

gruss
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fourgonette
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Re: Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Freitag 2. November 2018, 13:47

Dazu sollte schon viel hier geschrieben stehen.
Kontrolliere die RBZ auf Undichtigkeiten.
Verwende gerne Kupferpaste an div. Stellen. (Exenter, Anlagestellen an Trägerplatte, etc.)

FRank
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---hannes
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Re: Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

Ungelesener Beitrag von ---hannes » Freitag 2. November 2018, 16:29

Zentrierwerkzeug ist hierfür unerlässlich, du kannst es aber ohne großen Aufwand selbst bauen. So beispielsweise sieht mein Werkzeug für die 12PS- Ente aus:
ZWV.1.jpg
ZWV.2.jpg

Was beim Einbau noch alles zu beachten ist, steht im Reparaturmanual.

lg ...hannes
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Re: Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

Ungelesener Beitrag von ---hannes » Freitag 2. November 2018, 16:41

Und noch ein Tipp: Am Stift, der den Federteller hält, befestigst du einen langen Bindfaden, damit er dir nicht zurückrutscht.
Gutes Gelingen!
...hannes
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Siegfried
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Re: Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Freitag 2. November 2018, 17:14

Beim Ausbau ist nicht so viel zu beachten.
Eher beim Einbau.
Da fädel ich die Backen so den Bremstrommelstern das ich die Handbremsseile eingehangen bekomme (vorher entlasten, bzw erst mal mit dem Blechteil an die Tragplatte schrauben).
Dann hänge ich erst die Feder ein zwischen die Bremsbacken (auf richtige Lage achten - siehe beim Ausbau drauf).
Danach mach ich unten die Excenter und Muttern rein/fest. Es bietet sich dann an die Haltestifte und Federn einzubauen (ggf diese 2 Schritte auch tauschen).
Wenn du jetzt die Verstellung mit den 14er Schlüssel ganz nach außen drehst (solltest du ggf vorher gangbar machen - wenn defekt gibt es Rep Sätze für), kannst du den Radbremszylinder ohne große Probleme einbauen.
Hiernach wieder die Backen zurückdrehen und Zentrieren (siehe oben)
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Re: Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

Ungelesener Beitrag von Akadyy » Freitag 2. November 2018, 22:40

Danke vorerst mal für die Tips!
Und vor allem für die beiden tollen Fotos. So ein Teil könnt ich zur Not auch selber bauen.
Stand der Dinge aktuell: alles (außer den Bremszylindern) ist raus aus der alten Trägerplatte, schön sortiert. Die hintere Aufhängung des Getriebes ist auch hinüber, aber ich hab gleich eine vernünftige neue gefunden. Morgen schau ich mal zu einem Freund, der eine aufgeschnittene Bremstrommel als Einstellwerkzeug hat. Aber ich glaub, dass es sich wohl um eine kleine Trommel (200mm) für 2cv handeln wird. Mal sehen.
Ich halt euch am Laufenden!
:2cv: Keep on ducking in a free world :2cv:
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Re: Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

Ungelesener Beitrag von ---hannes » Samstag 3. November 2018, 16:26

Die Radbremszylinder baue ich immer zuerst aus, um zu verhindern, dass die äußeren Gummi- Dichtmanschetten von den scharfkantigen Bremsbacken beschädigt werden können.
Bei den Trommelbremsen meines 12PS- AZ verpflichtend, da dort die Feder, die die Backen gegen den Radbremszylinder zieht, auf der Innenseite liegt. Das ist beim Einbau natürlich ein zusätzliches Gefummel - Handbremsseil einfädeln, Feder auf der Hinterseite einhängen und das ganze als Paket auf die Trägerplatte aufsetzen, wobei zusätzlich auf die beiden Stifte mit den Federtellern zu achten ist, die müssen bei der Gelegenheit auch mit eingefädelt werden. Und erst danach wird wieder der Radbremszylinder eingebaut.
lg
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Re: Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Samstag 3. November 2018, 20:58

---hannes hat geschrieben:
Samstag 3. November 2018, 16:26
Die Radbremszylinder baue ich immer zuerst aus, um zu verhindern, dass die äußeren Gummi- Dichtmanschetten von den scharfkantigen Bremsbacken beschädigt werden können.
Bei den Trommelbremsen meines 12PS- AZ verpflichtend, da dort die Feder, die die Backen gegen den Radbremszylinder zieht, auf der Innenseite liegt. Das ist beim Einbau natürlich ein zusätzliches Gefummel - Handbremsseil einfädeln, Feder auf der Hinterseite einhängen und das ganze als Paket auf die Trägerplatte aufsetzen, wobei zusätzlich auf die beiden Stifte mit den Federtellern zu achten ist, die müssen bei der Gelegenheit auch mit eingefädelt werden. Und erst danach wird wieder der Radbremszylinder eingebaut.
lg
Habe RBZ immer erst eingebaut, bin aber dazu übergegangen, die Backen zum Einhängen der oberen Feder nicht mehr anzukippen. Hänge sie ganz zuletzt mit guter Wasserpumpenzange ein.

Frank
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Re: Trommelbremse Dyane vorne zentrieren

Ungelesener Beitrag von Akadyy » Sonntag 4. November 2018, 19:23

So!
Neuer Stand der Dinge: das Innenleben beider Bremsen ist drin, war gar nicht so kompliziert. Der Tipp mit dem Bindfaden war gut.

Ich hab aber die Vorgangsweise etwas abgeändert. Den Haltestift motorseitig kann man ja von hinten kaum einfädeln. Ich hab einfach einen Faden an einen dünnen Schraubenzieher gebunden und diesen dann von vorn ganz nach hinten in die Glocke der Kupplung durchgesteckt; den Faden dann hinten vom Schraubenzieher wieder abgenommen. So hab ich nun einen Faden, der eben vom Raum der Kupplungsglocke bis nach vorne zur Trägerplatte geht. Stift hinten drangebunden und damit läßt sich dieser dann leicht in die richtige Stellung bringen.

Das Zentrieren ist allerdings ein eigenes Kapitel. Vom meinem Freund hab ich eine aufgeschnittene Bremstrommel bekommen. Damit konnte ich - etwas mühsam, aber doch - die Bremsbacken an den Exzentern einstellen, sodass diese dann so gut wie gar nicht mehr an der Trommel scherten. Ärger kam aber dann auf, als ich bemerkte, dass die originalen Bremstrommeln (obwohl ebenfalls 220mm) offenbar doch irgendwie anders dimensioniert sind und ich wieder von vorn anfangen mußte. (Ja, ich hab eh aufgepaßt, dass sich die Extenter beim Fixieren nicht mehr verstellen.)
Eine Seite hab ich schon halbwegs passend, mit der zweiten spiel ich mich morgen.
Oder hab ich da was falsch gemacht?? :eek: :eek:

Und zum Schluß wollt ich noch schnell den Motor auf Getriebe schieben (Motor mit neuer Kupplung) und da hakt es auch irgendwo. Er will nicht ganz drauf. Muß ich auch morgen nochmal nachschauen, was es denn da wieder hat.
Kann ich den Stift aus dem Getriebe, der in die Kupplung reinkommt, eh problemlos mit Kupferpaste beschmieren?
Kann das an der neuen Kupplung liegen?
Oder gibts sonst einen Trick?

Soweit mal liebe Schrauberfreunde,
für heute reichts - Füße hoch, ein Bier her und Glotzkiste!

Harald :-)
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