Welche Spachtelmasse für Restauration?

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Stolle
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Re: Welche Spachtelmasse für Restauration?

Ungelesener Beitrag von Stolle » Donnerstag 26. April 2018, 22:10

NT81Bonn hat geschrieben:
Mittwoch 25. April 2018, 19:34
Gerollt kann auch sehr schön werden. Wenn du eine Möglichkeit hast, das Entlein staubfrei unterzustellen, würde ich fast zu Kunstharz (Alkydharz)-lack greifen. Der ist sehr lange offen und man sieht dann keine Ansätze von der Rolle, wenn du in einen fast angetrockneten Bereich frisch reinrollst. Eine weitere Verlängerung der offenen Zeit und absolut glatten Verlauf erzielst du, wenn du dem Kunstharzlack bis zu 10% Owatrol-Öl http://www.korrosionsschutz-depot.de/ro ... oel-125-ml zufügst.
Aber dafür sollte man dann wirklich eine staub- und viehzeugfreie Halle, Garage,.... haben, damit sich da nix reinsetzt.
Problematisch ists in der ersten Zeit mit der Lösemittel/Kraftstoffbeständigkeit. Da kann durch übergelaufenen Sprit der Lack wieder angelöst werden.

Ansonsten kannst du, wenn du denn unbedingt spachteln musst, die üblichen Spachtelmassen verwenden.
http://www.korrosionsschutz-depot.de/ka ... l.-haerter http://www.korrosionsschutz-depot.de/ka ... l.-haerter https://www.amazon.de/Airo-100g-Nitro-K ... B00MQEPL34 Ob nun Polyester oder Epoxy, zu dick darf man beide nicht auftragen, die platzen sonst ab. Epoxy ist etwas flexibler und kann auch nass geschliffen werden. Und - wie hannes schon schrieb - auf sich so stark verwindenden Teilen wie der Haube solltest du komplett auf Spachtel verzichten. Manchmal sieht ein gut ausgebeultes Blech sogar richtig gut aus. Gehört ja auch zur Geschichte deines Vögelchens.
Nimm aber zu Ausbeulen lieber einen Alu- oder Kunststoffhammer. Ein Stahlhammer treibt das Blech, die Delle wird noch größer.

Andreas
Gerollt,naja ist wohl gewöhnungsbedürftig.Ich habe mal eine Dyane nach entsprechender Vorarbeit,mit Glasurit EA Lack(Alkydharzlack)im Niederdruckverfahren(Chiron)gespritzt.Hielt ohne Probleme bis zu Ihrem ableben.Ist allerdings schon ein Weilschen her. :-D :lenkrad:

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Birne
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Re: Welche Spachtelmasse für Restauration?

Ungelesener Beitrag von Birne » Freitag 27. April 2018, 08:47

In den 80ern habe ich meine Enten nur mit der Rolle lackiert (mit Kunstharzlack). Lack auftragen, warten bis sich die kleinen Blasen bilden und dann mit Rolle einfach noch mal drüber. Das war zwar kein Superhochglanz, sondern eher dezent, aber eine einwandfreie Oberfläche. Ist natürlich nicht professionell, aber günstig.
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Stolle
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Re: Welche Spachtelmasse für Restauration?

Ungelesener Beitrag von Stolle » Freitag 27. April 2018, 20:37

Birne hat geschrieben:
Freitag 27. April 2018, 08:47
In den 80ern habe ich meine Enten nur mit der Rolle lackiert (mit Kunstharzlack). Lack auftragen, warten bis sich die kleinen Blasen bilden und dann mit Rolle einfach noch mal drüber. Das war zwar kein Superhochglanz, sondern eher dezent, aber eine einwandfreie Oberfläche. Ist natürlich nicht professionell, aber günstig.
In den 80ern hat ein Kumpel von mir seinen Opel Kadett mal mit Heizkörperlack und Moltoprenwälzchen weiss lackiert.Inklusive Bläschenbildung. :Bauchhalt: Sah elendst aus. :lol: Und dann jeden Tag die Kommentare. :lol: :rofl: :rofl:

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fourgonette
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Re: Welche Spachtelmasse für Restauration?

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Freitag 27. April 2018, 22:45

Stolle hat geschrieben:
Freitag 27. April 2018, 20:37
Birne hat geschrieben:
Freitag 27. April 2018, 08:47
In den 80ern habe ich meine Enten nur mit der Rolle lackiert (mit Kunstharzlack). Lack auftragen, warten bis sich die kleinen Blasen bilden und dann mit Rolle einfach noch mal drüber. Das war zwar kein Superhochglanz, sondern eher dezent, aber eine einwandfreie Oberfläche. Ist natürlich nicht professionell, aber günstig.
In den 80ern hat ein Kumpel von mir seinen Opel Kadett mal mit Heizkörperlack und Moltoprenwälzchen weiss lackiert.Inklusive Bläschenbildung. :Bauchhalt: Sah elendst aus. :lol: Und dann jeden Tag die Kommentare. :lol: :rofl: :rofl:
Das hat er sicher nicht wegen der Optik gemacht, sondern dass es im Auto schön warm ist.
Nehme an, dass es ähnliche Produkte, aber dann viel teurer, bei Etel- Tuning gibt.
Für die Ente super, aber nicht zu dick auftragen, weil im Sommer kanns dann leicht unangenehm werden.

Frank

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Rost
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Re: Welche Spachtelmasse für Restauration?

Ungelesener Beitrag von Rost » Samstag 28. April 2018, 08:50

---hannes hat geschrieben:
Mittwoch 25. April 2018, 16:46
NT81Bonn hat geschrieben:
Mittwoch 25. April 2018, 15:51

Tiefere Dellen gleiche ich mit Karosseriezinn aus, das kann nicht abplatzen. Ist aber schon recht kniffelig, kann nicht jeder.
Ich schließe mich der Ansicht von Andreas vollinhaltlich an.
Sollte es sich bei dem Objekt um deine 12PS- Ente handeln, würde ich aufs Spachteln komplett verzichten, man sollte die Schweißpunkte ruhig sehen können. Die Spuren der Zeit (diverse Schrammen und Unebenheiten) sehe ich als Teil der Historie und würde sie nicht zu kaschieren versuchen, denn nichts sieht so öde aus wie eine nach heutigen Maßstäben perfekt lackierte Wellblechente.
Speziell die Haube ist, jedesmal wenn sie geöffnet wird, mehr oder weniger starken Verwindungen ausgesetzt. Lack ist elastisch, Spachtel springt mit der Zeit, selbst wenn nur hauchfein aufgetragen.
lg
:Dhoch:

Kenne auch keine Anfänger Spachtel-Arbeiten, die nicht wieder hochkommen. Im Bereich Haube , Kotflügel und Türblätter ist das Blech ohnehin zuweilen starker Bewegung ausgesetzt. Da ist Verzinnnen die einzige Wahl und historisch korrekt.

Wenn lackiert werden muß (!), teile ich die MIPA Produktempfehlung , deren Kunstharz Lack betreffend. Ich hatte den Hersteller völlig vergessen, wurde just vorgestern wieder dran erinnert.

Auch würde ich den im Originalfarbton anmischen und spritzen** lassen. Der glänzt dann auch nicht so unrealistisch wie 2K.

**Perfekt rollen und anschliessend beschleifen, um die Struktur zu zu glätten, ist extrem aufwändig und im Wellblechbereich fast unmöglich.

Wellblech verdient einfach nur das Beste und keinen Hinterhof-Pfusch, der das mit Spachtel und Rolle in Anfängerhand zwangsläufig wird.

Auch wenn die Behandlung der alten Vögel in diesem Stil, im historischen Sinne völlig korrekt wäre.

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