Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

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rubber duck
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Re: Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Samstag 9. Februar 2019, 23:14

Doch, das geht so, das ist sogar (ziemlich) professionell.
Nimmst du einen Meißel oder Schraubenzieher zum Rausklopfen, kann es sein dass du dir kleine Macken in die Auflage für den Lagerring klopfst. Die müssen vor dem Einbau des neuen Lagers unbedingt weggeschliffen werden!
Oder du klopfst es mit einem weicheren Metall- oder einem Hartholzstab raus.

Und bitte den Tip von Wolf auch beachten! :-)

Dass es vorne "verkeimter" ist, ist normal. Dort kommt viel mehr Nässe und Dreck hin, zudem immer schön temperiert durch Motor, Getriebe, Auspuff - das beschleunigt die Korrosion gut.

Die Keilverzahnung finde ich nicht mal so schlimm. Mach mal ordentlich sauber, auch mit einer Drahtbürste, und schau dann wie saugend es in die Lenksäule passt.
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fourgonette
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Re: Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Montag 11. Februar 2019, 00:28

rubber duck hat geschrieben:
Samstag 9. Februar 2019, 23:14
Doch, das geht so, das ist sogar (ziemlich) professionell.
Nimmst du einen Meißel oder Schraubenzieher zum Rausklopfen, kann es sein dass du dir kleine Macken in die Auflage für den Lagerring klopfst. Die müssen vor dem Einbau des neuen Lagers unbedingt weggeschliffen werden!
Oder du klopfst es mit einem weicheren Metall- oder einem Hartholzstab raus.

Und bitte den Tip von Wolf auch beachten! :-)

Dass es vorne "verkeimter" ist, ist normal. Dort kommt viel mehr Nässe und Dreck hin, zudem immer schön temperiert durch Motor, Getriebe, Auspuff - das beschleunigt die Korrosion gut.

Die Keilverzahnung finde ich nicht mal so schlimm. Mach mal ordentlich sauber, auch mit einer Drahtbürste, und schau dann wie saugend es in die Lenksäule passt.
Einen Dorn, Holz könnte bei der kleinen Fläche versagen. Bei einem Dorn merkst du auch sehr schnell am Klang, ob der Ring verkantet.
Ein Grat, der dabei an der Auflagefläche entstehen könnte, fällt normal so gering aus, dass es reicht den Lagerring gut einzuschlagen, nicht mit riesen Gewalt, sondern auch hören wenn es satt klingt. mit rundum kleinen Hammerschlägen setzt sich der Ring gut.

Die Verzahnung zur Grobreigung die Drahtbüste, dann allerdings noch den Rost wegkratzen. Neu angeschliffener Schraubenzieher. Muß alles nicht superblank sein, aber soweit, dass eine kraftschlüssige Verbindung dauerhaft besteht (Und sich nicht der Rost "wegreiben kann und dann Spiel entsteht) Alles Fetten zur Konservierung.
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rubber duck
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Re: Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Montag 11. Februar 2019, 09:50

Ich würde behaupten, eine spielfreie formschlüssige Verbindung reicht aus. ;)
Die Klemmschraube soll nur so weit angezogen werden, dass Spielfreiheit erreicht ist. Aber nicht festgeknallt wie Ochse, das kann im dümmsten Fall dazu führen dass die Lenksäule irgendwann in der Klemmung knackt und bricht.

Deswegen meinte ich: Erst mal sauber machen (ja, richtig, auch rostfrei) und Welle und Lenksäule ineinander stecken. Ist es nicht saugend sondern schlotternd, muss ausgetauscht werden - zu viel Spiel kann / soll die Klemmschraube nicht überdrücken.
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Re: Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

Ungelesener Beitrag von Döschewo » Montag 11. Februar 2019, 13:30

Hallo.

Danke für die vielen Tipps.
Das Achsrohr geht nun erstmal mit den Abschlussdeckeln und noch einigem Kleinkram zum chemischen entlacken und entrosten.
In der Zwischenzeit mache ich die Schwingarme mal schön sauber.

Das Lenkritzel ist leider doch nicht mehr so toll, das Lager ist nämlich innen verrostet. Frage 21: Gibts mittlerweile empfehlenswerte Ritzel?

Ich bin die Tage mal in mich gegangen und könnte mir jetzt auch die Ursache für den Rostbefall an den Stellen erklären:

Beim Ölwechsel wurde mal vergessen, den Öleinfülldeckel zu verschließen, was zu einer riesigen Ölsauerei geführt hat.

Anschließend wurde der Motor in einer Waschstraße ordentlich Hochdruckgereinigt.

Das könnte den Wassereintritt in das Achsrohr erklären, oder?

Grüsse

Christian
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Siegfried
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Re: Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Montag 11. Februar 2019, 15:58

Lenkritzel neu. Kann man mE überall bei den Händlern kaufen und ist ok.

Schwingarmlager kann man mit nem langen Schraubendreher von innen raus klopfen. Sollte keine Probleme geben.
Einbau ist da schon schwieriger.
Ich hab mir da was für gebaut.
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Re: Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

Ungelesener Beitrag von Siegfried » Montag 11. Februar 2019, 16:01

Wasser vorne im Achsrohr kommt von den Vorderrädern die da fleißig Regen hin befördern.
Wenn die Platte dann nicht ganz dicht ist (wie meist) rostet das dann dort.

Ob der Mechaniker in Frankreich das nicht richtig festgezogen hat, kann ich nicht sagen.
So fest angeknallt wird das ja nun auch nicht.

Du kannst doch auch überarbeitet Spurstangen komplett vom Miran kaufen.
Denke da fährst du ganz gut mit.
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Re: Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

Ungelesener Beitrag von fourgonette » Montag 11. Februar 2019, 19:05

Siegfried hat geschrieben:
Montag 11. Februar 2019, 15:58
Lenkritzel neu. Kann man mE überall bei den Händlern kaufen und ist ok.

Schwingarmlager kann man mit nem langen Schraubendreher von innen raus klopfen. Sollte keine Probleme geben.
Einbau ist da schon schwieriger.
Ich hab mir da was für gebaut.
Für das eine Lager alle 10 Jahre nehme ich einen alten Lagering zur Hilfe, Rand abschleifen, damit er nicht klemmt. Mit Presse reindrücken (geht auch ohne, aber gleichmäßig, nicht verkanten) und dann noch ein paar leichte Hammerschläge für den Formschluß.

Kronenmutter kann auch lose sitzen, weil Verschleiß über 20 Jahre Spiel mit sich bringt.

Frank
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Re: Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

Ungelesener Beitrag von Döschewo » Freitag 15. Februar 2019, 20:30

Wieder mal Danke für die Tipps!

Ich habe das Achsrohr und diverser Kleinkram mal zum chemischen Entrosten nach Zweibrücken gebracht, Montag sollen die Sachen fertig sein und dann gehts teilweise zum KTL Beschichten.
Das Achsrohr muss ich halt "manuell" streichen, wegen der Paßsitze der Lager, oder?

@ rubber duck:
Wer oder was ist "Wolf"?


Grüsse

Christian
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Re: Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Samstag 16. Februar 2019, 00:04

Döschewo hat geschrieben:
Freitag 15. Februar 2019, 20:30
@ rubber duck:
Wer oder was ist "Wolf"?
Der Tipgeber im von dir verlinkten thread, in dem es um die Professionalität des Lagerringausbaus ging.

Ok, ich seh gerade dass er als "Rennente" und "Wolfgang" schreibt. Ich hatte ihn als Wolf abgespeichert - kann auch an seinem Fahrzeug liegen... :mundhalt:
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Re: Neustart eines Familienmitgliedes: Restauration einer "I fly bleifrei" mit sicherlich vieelen Fragen

Ungelesener Beitrag von Döschewo » Samstag 16. Februar 2019, 14:26

So, die Lagerschalen sind raus. Es ging sogar recht gut. :Dhoch:

Nun gehts an die Hinterachse, vor den Bremstrommeln wurde ich soviel gewarnt, wie vor keiner anderen Baustelle...

Bin mal gespannt, was mich da erwartet.

Grüsse

Christian
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