Ölpeilstab

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Paul ami
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Re: Ölpeilstab

Ungelesener Beitrag von Paul ami » Donnerstag 15. August 2019, 13:54

Ja nee, schon klar...hatte mich ja dann auch mit Thema befasst.
Das da 600 Kubik hin und her gehen ist auch klar.
Beim 4 oder 6 Zylinder wird diese Masse durch jeweils hoch und runtergehende Kolben ausgeglichen.
Da werden dann aber wie du sagst nur die Öldämpfe abgefangen und nicht ein Unterdruck erzeugt.
Oft sind da auch zusätzlich noch Reduzier-Ventile mit bei, da sonst wohl Öl angesaugt wird

Bei meinen 1Zylinder Maxmotoren sind das z.B. 300 Kubik die über ein dünnes Entlüftungsröhrchen bewältigt werden sollen; plus die Menge Blow-By die am Kolben vorbei zischt.
Entweder in der Einlauf-Phase oder bei abgelutschten Kolben bzw. Ringen ist das ne ganze Menge.
Wenn da nun der Innendruck steigt sabberts auch an allen möglichen Stellen. Daher wird dort oft die Entlüftung geändert bzw. im Querschnitt vergrößert
Einer wollte mal ganz schlau sein und hatte die geänderte Entlüftung am Luftfilter angeschlossen! Da hats ihm fast das ganz Öl aus dem Motor gesaugt.
In dem Recht kleinen Motorgehäuse spratzelt das Öl eben heftig umher und kommt dann unweigerlich auch an der Entlüftung vorbei und wird dabei angesaugt.
Selbst NSU hatte da so seine Probleme und die (anfangs sogar gesteuerte und über 5 Ecken geführte) Gehäuse-Entlüftung wurde mehrfach geändert.

Gruß Paul
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Poype
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Re: Ölpeilstab

Ungelesener Beitrag von Poype » Freitag 16. August 2019, 19:28

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Poype
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Re: Ölpeilstab

Ungelesener Beitrag von Poype » Samstag 17. August 2019, 14:11

rubber duck hat geschrieben:
Mittwoch 14. August 2019, 22:47
Und gemessen wird das Öl nicht in mm über Ölwannenboden. Viele andere Motoren haben Peilstäbe die weit über dem Ölwannenboden enden.
Hast Recht, man kann das auch in cm messen.
Dass ein zu hoher Ölstand zu mehr Ölverbrauch führt, ist logisch. Mehr Öl was im Motorgehäuse herum geschleudert wird, vor allem wenn bewegte Teile auf den Ölspiegel treffen, sorgt für mehr dynamischen Druck an Dichtungen und Kolbenringen. Zudem mehr Öldampf und Ölnebel, der über die Kurbelgehäuseentlüftung entweicht.
Ich hatte schon einen BMW-Motor in der Mache, bei dem ein zu hoher Ölstand Dichtungen, Wasser- und Ölpumpe beschädigt hat. So ohne ist das nicht.
Bei einem M28 Motor ist das nicht logisch...siehe Schnittzeichnung weiter oben.

Bei der BMW K75 können deine Behauptungen schon zutreffen, da planschen die Ausgleichsgewichte der Abtriebswelle schon serienmäßig im Ölsumpf.
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Re: Ölpeilstab

Ungelesener Beitrag von Paul ami » Dienstag 27. August 2019, 17:16

Hallo

Wollte mal wieder berichten:
Ich hatte ja den Plaste-Penüppel oben am Peilstab besser abgedichtet, damit sich der Unterdrück im Kurbelgehäuse besser halten kann!
Und siehe da, das Ölgedröbbel unter'm Motor ist zwar nicht ganz weg, hat aber stark nachgelassen.
Mit dem Tropfen kann ich leben....

Gruß Paul
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Re: Ölpeilstab

Ungelesener Beitrag von Snoopy » Dienstag 27. August 2019, 19:28

Moin,

beobachte trotzdem mal woher der letzte Tropfen kommt.
Ein Entenmotor kann sehr wohl trocken sein
und eine zB. defekte Brillendichtung dir über die Monate den gesamten Motorraum versiffen.

Snoopy
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Re: Ölpeilstab

Ungelesener Beitrag von Paul ami » Mittwoch 28. August 2019, 07:53

Moin Snoopy

Durch den Überdruck im Gehäuse wgen dem vorher defekten Öleinfüllstutzen hat der Motor stark geölt.
Natürlich auch an den Brillendichtungen. Diese wurden beim Vorbesitzer zwar vor kurzem erneuert, man weis aber nicht welche Qualität die beauftragte Werkstatt verbaut hatte.
Ich denke mal die sind jetzt auch nicht mehr so richtig dicht und dröbbeln weiter so leicht vor sich hin.
Ich komme da auch schlecht hin um den Schmodder mal richtig zu entfernen. Kann ja immer nur die Ölwanne abwischen.
Aber nach ner gewissen Zeit kommt ja wieder neues Öl von oben herunter. Ist aber wie gesagt nur noch gaaanz wenig...
Möchte den kompletten Motor ja im Winter ausbauen und neu abdichten und mit 650 Kubik Zylindern versehen.
Oder das Triebwerk wird durch einen kompletten Burton Big-Bore Motor ersetzt. Mal sehen was ich mache....
Da hatte ich ja auch in einem anderem Beitrag schon drüber berichtet.
technische-fragen-f17/austauschmotor-t9189.html#p144250

Gruß Paul
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Re: Ölpeilstab

Ungelesener Beitrag von rubber duck » Mittwoch 28. August 2019, 10:42

Paul ami hat geschrieben:
Mittwoch 28. August 2019, 07:53
Natürlich auch an den Brillendichtungen. Diese wurden beim Vorbesitzer zwar vor kurzem erneuert, man weis aber nicht welche Qualität die beauftragte Werkstatt verbaut hatte.
Ich meine, dass die Qualität der Brillendichtung und der Arbeitsausführung wesentlich mehr dazu beitragen, ob die Brillendichtung dicht ist, als die Ölqualität. Auch selbst als die Ölviskosität / -sorte. Denn wie schon mehrfach ausgeführt, sind die Viskositäten bei betriebswarmem Motor ziemlich nah beieinander, der große Unterschied ist bei kaltem Öl. Und bei stehendem, kaltem Motor fließt kein Öl an den Brillendichtungen vorbei. Weder als Schleuderöl, noch als Rücklauf durch die Stößelrohre.

Sind es schwarze oder rote / orangene Brillendichtungen?
Das zweite Leben des Ferdinand (Restaurierungsbericht) / Ente auf Autogas (Umbaubericht) / 2CV-Wiki.de (das Marathon-Projekt)
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Re: Ölpeilstab

Ungelesener Beitrag von Paul ami » Mittwoch 28. August 2019, 15:34

Die Brillendichtungen sind die schwarzen....

Ist ja man nu egal, obs Öl warm oder kalt is!
Wos nich dicht is dröbbelts irgendwann.
Habe heute den Motor mal wieder von unten saubergemacht.
Nach einer ersten Fahrt ists nun aber erstmal noch trocken unterm Motor.
Aber irgendwann kriecht das Öl das im Bereich der Stößelrohre/Brillendichtungen austritt wieder Richtung Motorunterseite.

Schaumermal wie lange es dauert....

Gruß Paul
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Re: Ölpeilstab

Ungelesener Beitrag von Frulli » Sonntag 1. September 2019, 11:51

Noch ´ne Frage zum Thema Ölpeilstab:
Meine Ente ist Bj. 1989 mit Motor A06/664 und ich habe den "alten" Messstab drin. Ist das richtig oder brauche ich die Ausführung "neu"???
Schließlich ist das doch ein Motor der letzten Baujahre - warum ist dann der alte Peilstab drin?? Ich bin etwas verunsichert.
Danke für alle Antworten im voraus!!
Grüße
Ulrich
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Re: Ölpeilstab

Ungelesener Beitrag von Paul ami » Sonntag 1. September 2019, 12:44

Hi Ulrich

Mit den Peilstäben bin ich auch überfragt, da müssten die "alten Hasen" was zu sagen können...

Auf jeden Fall war mein Motor schon nach zwei fahrten untenrum wieder Ölfeucht.
Man sieht deutlich das es um die Brillendichtungen nass ist und dann kommt das Öl hinten recht schnell wieder um die Ölwanne herum gelaufen.
Im Großen und Ganzen ist's aber immer nur mal ein Tropfen der den Weg zum Garagenboden findet.
Da kann ich erstmal mit leben. Im Winter werden die Zylinder gezogen und dann seh' ich weiter....

Hatte gestern nochmal die Kompression gemessen.
8 und 10 bar, nach ein paar Tropfen Öl durchs Kerzenloch waren die Werte bei 10 und 12 bar.
Deutet also auf abgelutschte Kolbenringe....

Gruß Paul
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