Austauschmotor

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Paul ami
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Austauschmotor

Ungelesener Beitrag von Paul ami » Mittwoch 7. August 2019, 19:31

Hallo

Ich überlege ja im Winter den Motor von meiner AMI etwas aufzufrischen!
Da die Kompression von 9,5 und 8,0 nicht so dolle und auch unterschiedlich ist wollte ich ihm zumindest neue Kolben/Zylinder spendieren und die Ventile einschleifen.
Nun meine Überlegungen:
Wenn ich schon neue Zylinder und Kolben einbaue dann doch wohl gleich die größeren für ein Hubraum-Plus von 50 Kubik.
(Hat mir auch der Herr Enten-Frisch zu geraten)
Aber man kennt das ja, da haste den Motor dann offen und musst feststellen das da nicht nur die Kolben und Zylinder abgelutscht sind.
Da kommt am Ende noch teure "Kopfarbeit", ne abgelutschte Nockenwelle und andere Sachen dazu.
Zudem weiß auch keiner wieviel der Motor insgesamt schon runter hat und wie lange die Kurbelwelle dann mit dem größeren Hubraum noch durchhält!
(Wobei ich so über keine Ahnung habe wie viele Millionen Kilometer sone Kurbelwelle in der Regel durchhält)

Dann vielleicht doch lieber gleich ein 650 Kubik Austausch-Motor!

Bei den Motoren von Autex ist die Kurbel- und Nockenwelle nur überprüft
https://www.ebay.de/itm/Citro%C3%ABn-2C ... 1438.l2649

Bei dem siehts wohl auch nicht so aus als wären da neue Wellen drinne!
Und überhaupt...kennt jemand diese Firma überhaupt
https://www.ebay.de/itm/Antriebsmotor-% ... 1438.l2649

Bei Burton siehts wohl etwas besser aus.
Aber ob da dann auch ne überholte Kurbelwelle drin ist, das ist irgendwie nicht klar angegeben.
Zumindest sind die Dinger aufem Prüfstand getestet.
Da würde ich dann auch gleich einen überholten Vergaser mit bestellen.
https://www.burton2cvparts.com/motor-fu ... _8024_8025

Da ich ja nun in Sachen Zitrön döschewo und Konsorten blutiger Anfänger bin würde ich gerne mal eure Meinungen dazu erfahren.

Zudem bin ich Mitte September eine Woche in Holland (Sneek) und würde da mal einen Besuch bei Burton einplanen.

Gruß Paul
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Re: Austauschmotor

Ungelesener Beitrag von 39 Nm » Donnerstag 8. August 2019, 12:57

Wunderschön bei ARS unter "Andere Artikel des Verkäufers" : Verschnaufpause Revision für 2 CV Dyane. Und nein, die Firma kenne zumindest ich nicht (das muss aber nichts heißen). Ich plädiere für Burton. Du wirst dir den Betrieb ja ansehen, dann kannst du dir selbst einen Eindruck verschaffen.
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Rost
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Re: Austauschmotor

Ungelesener Beitrag von Rost » Freitag 9. August 2019, 21:16

Paul ami hat geschrieben:
Mittwoch 7. August 2019, 19:31
Zudem weiß auch keiner wieviel der Motor insgesamt schon runter hat und wie lange die Kurbelwelle dann mit dem größeren Hubraum noch durchhält!
Das weiß auch Burton nicht, da die ihre Basis Motoren z.B. aus Deinem Motor bauen. ;) Auch deren Testverfahren ist nur eine Momentaufnahme. Was 650cc angeht, ist es auch nicht mit geändertem Vergaser getan. Mit or. Schalldämpferanlage und Luftfilter wird das nicht so, wie erhofft. Wetten ?!
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Re: Austauschmotor

Ungelesener Beitrag von Paul ami » Samstag 10. August 2019, 08:33

Das die aus den zurückgegebenen Motoren wieder neue Austauschmotoren machen ist ja klar.
Selbst Werks-Austauschmotoren wurden ja früher aus alten Motoren neu aufgearbeitet.
Die Frage war ja, ist da nun nur eine "geprüfte" Kurbelwelle drin ist oder eine Instandandgesetzte mit neuen Lagern.
Bei meinem Motor habe ich das Gefühl er läuft bei gewissen Drehzahlen etwas Rau. Da ich sonst keine Vergleiche habe weil das mein erstes Auto mit Enten-Motor ist, weis ich natürlich auch nicht ob das normal ist oder nicht.

Das bei einer Hubraumerweiterung der Vergaser neu abgestimmt werden muss ist auch klar.
(Aber wenn die diesen Umbau anbieten und diese Motoren schon lange laufen; dann sollten die auch ne vernünftige Vergaserbestückung kennen)
Was für eine Änderung am Auspuff nötig bzw möglich ist weiss ich allerdings nicht.
Beim Auspuff gibts ja so viele Möglichkeiten wohl nicht. Vielleicht aufschneiden und ausräumen?????
(Oder gibts für diese Burton-Renn-Enten eine spezielle Auspuffanlage?)

Zudem hatte ich ja gehofft hier einige Leute zu finden, die einen solchen "Big-Bore" Motor fahren und mir einige Tipps dazu geben könnten und ob's überhaupt Sinn macht.
Meine Überlegung war: wenn ich sowieso neue Zylinder und Kolben einbaue, dann doch eben gleich die mit etwas mehr Hubraum.
Hubraum ist ja bekanntlich durch nix zu ersetzen, ausser durch noch mehr Hubraum :-D
Bei meiner NSU Max bringt eine Hubraumsteigerung auch deutlich mehr Leistung und Drehmoment.
Allerdings wirds da nicht nur über die Bohrung, sondern auch durch mehr Hub gemacht.
An Vergaser und Auspuff ist dann natürlich auch etwas Feintuning nötig!

Gruß Paul
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Re: Austauschmotor

Ungelesener Beitrag von HaPe » Samstag 10. August 2019, 08:48

Wieviel Km hat Dein Motor gelaufen?
Mit einer ordentlichen Wartung, Ventilspiel, Krümmerdichtungen (nur die guten von Burton oder besser noch von Entenfrisch/Francetec), sauberer Vergaser, und vor allem penibel genau eingestellter Zündung, sollte der schon laufen wie eine wilde Wutz :-) Um etwas mehr Drehmoment zu bekommen, macht ein 650 ccm Big Bore Kit schon Sinn.
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Re: Austauschmotor

Ungelesener Beitrag von Rost » Samstag 10. August 2019, 13:47

Paul ami hat geschrieben:
Samstag 10. August 2019, 08:33
Die Frage war ja, ist da nun nur eine "geprüfte" Kurbelwelle drin ist oder eine Instandandgesetzte mit neuen Lagern......Zudem hatte ich ja gehofft hier einige Leute zu finden, die einen solchen "Big-Bore" Motor fahren und mir einige Tipps dazu geben könnten und ob's überhaupt Sinn macht.
1.Ich dachte, das ging aus meiner Antwort deutlich hervor.* Die behaupten das auch nicht. Burton ist ein günstiger und sicher auch routinierter Anbieter, aber einen eigenen guten Motor ala HaPe versorgt, würde ich nicht gegen einen Burton tauschen, auch nicht gegen einen 650.
2.Und ja, ich habe zwei verbaut. Da bleibt imo bei vielen eher der Wunsch, denn er-fahrene Realität. Die liefern auch auf Anfrage kein Prüfstand Protokoll, sondern nur einen Zettel, der am Karton klebt, wo MA Kürzel / Motornr. und Hubraum draufgekritzelt sind. Indes gibt Burton eine Art Garantie, was für Laien sicher spannend sein mag.

*PS: Das hier war auch meine letzte Antwort auf Deine Fragen. Vertane Zeit.
Zuletzt geändert von Rost am Samstag 10. August 2019, 14:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Austauschmotor

Ungelesener Beitrag von Jörg Kruse » Samstag 10. August 2019, 13:59

Meine Meinung: Da würde ich gar nix machen. Außer evtl. am vorhandenen Motor mal gucken, wie dicht die Ventile sind.
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Re: Austauschmotor

Ungelesener Beitrag von Paul ami » Samstag 10. August 2019, 15:11

Wieviel mein Motor gelaufen hat wissen nur die Götter....
Daher ja auch meine Überlegung zu einem Komplett-Motor.
Da ich bedenken habe das die Kurbelwelle mit den neuen Zylindern schlapp macht.
Daher hatte ich auch geschrieben, das ich ja nicht weiss wie lange sone Kurbelwelle in der Regel hält.
Macht ja meine Meinung nach irgendwie keinen Sinn einem Motor mit 200 000 Kilometern noch neue Kolben zu gönnen.
Wenn ich mit 85 im Rollstuhl sitze bekomm ich auch kein neues Hüftgelenk mehr :-D :-D

Wenns da noch andere Anbieter für solche Motoren gibt, dann könnt ich mich das ja wissen lassen....

Gruß Paul
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Re: Austauschmotor

Ungelesener Beitrag von HaPe » Samstag 10. August 2019, 19:15

Wenn der Motor bei 200000 immer genug Öl gehabt hat, lohnen sich garantiert neue Kolben und Zylinder. Der M 28-1 Motor ist bei ein wenig Pflege, fast nicht kaputt zu bekommen :-)
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Re: Austauschmotor

Ungelesener Beitrag von Paul ami » Mittwoch 11. September 2019, 11:02

Hallo

Ich habe ja immer noch die Sache mit meinem Motor im Kopf...
Nur Kolben und Zylinder tauschen oder gleich 'n ganzer Motor.

Zu den neuen Zylindern und Kolben mit der Hubraumerweiterung auf 650 Kubik mache ich mir auch noch Gedanken.
Wie siehts denn dabei mit den Kolbengewichten aus? Sind diese Kolben dann schwerer wie die originalen und wie verändert sich dadurch die Laufkultur des Motors???
Das der Vergaser auf die Hubraumvergrößerung angepasst werden muss ist klar.
Einen neuen Auspuff soll die AMI sowieso bekommen; gibts da einen speziellen, oder sollte/muss der auch an den Motor angepasst werden??? Vor Allem WIE?
Habe ja auch mittlerweile die Bücher von Clemens Losch und dort ist u.A. auch der Einbau eines zweiten Auspuffs auf der rechten Wagenseite beschrieben.
Ich bin ja durch die jahrelange Erfahrung mit Tuning-Maßnahmen an meinen NSU Max Motoren schon etwas "Fortgeschraubt", aber so'n großen Aufwand an der Auspuffanlage wollte ich eigentlich nicht machen.

Der Motor kommt wegen den undichten Brillendichtungen (hinten zur Kupplung hin isser auch etwas feucht) im Winter sowieso auf die Werkbank.
Wenn dann Kolben und Zylinder abgebaut sind werde ich mir die Kurbelwelle ansehen und dann entscheiden was ich mache.
Da es hinten am Getriebe auch Ölverschmiert ist werde ich das natürlich auch auch gleich in Augenschein nehmen!

Gruß Paul
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